Förderung der Infrastruktur in den USA
Daniela Knauer in Investors Daily Update
vom 11. Dezember 2008, 10:30 Uhr
Da sich Tom Firley bis nächsten Freitag eine Hochzeits-Auszeit genommen hat, lesen Sie heute bitte einen Gastbeitrag von Daniela Knauer aus dem Nebenwerte daily.
Liebe Leserin, lieber Leser,
2,5 Millionen neue Arbeitsplätze will Barrack Obama mit dem geplanten Konjunkturstimulierungsprogramm in den USA schaffen. Ganz klar: Nur wer mit Arbeit Geld verdient, kann auch welches ausgeben, selbst wenn die Sparquote in den USA etwas steigen sollte. Das gilt natürlich ganz besonders in jenem Land, wo ein soziales Netz kaum vorhanden ist. Arbeitslosigkeit kann hier sehr schnell zu einem massiven sozialen Abstieg führen, wenn die Rücklagen fehlen und es plötzlich nicht mehr einen (wenn auch oft schlecht bezahlten) Job an jeder Straßenecke gibt, mit dem man sich über Wasser halten kann.
Die Arbeitslosigkeit in den USA steigt erschreckend rasch an
Anhand eines Anstiegs der Arbeitslosigkeit um eine halbe Million Menschen allein im November relativiert sich natürlich die Dimension der 2,5 Millionen etwas. In der US-Automobilindustrie und deren Zulieferern geht es Schätzungen zufolge um 4-5 Millionen Arbeitsplätze, die auf dem Spiel stehen, wenn die großen Drei endgültig kippen sollten. Deshalb sind die Hilfen so wichtig, um die in der Politik gestritten wird. Gleichzeitig wird aber auch deutlich, wie verantwortungslos das Management diese Firmenkolosse an den Abgrund laufen ließ. Zwar geht es allen Autobauern derzeit nicht gut, aber die verfehlte Modellpolitik der Amerikaner hat sie ganz besonders ins Straucheln gebracht. Da sind die Stimmen verständlich, die einen Rücktritt des bisherigen Managements fordern, denn diese Männer haben die Firmen erst in diese schwierige Lage manövriert.
Hilfen müssen an Umweltschutzförderungen geknüpft werden
Gleichzeitig freue ich mich über Forderungen, die Hilfen an eine neue Modellpolitik zu koppeln. Die Fördermittel, welche nun für die Autobauer zur Debatte stehen, waren sowieso dafür gedacht, umweltfreundlichere und energiesparende Fahrzeuge zu entwickeln. Es wäre ein sehr schlechter Dienst für die Umwelt, ihre Vergabe nicht an entsprechende Forderungen zu knüpfen. Denn sonst steht eine veraltete Industrie, die lange die Zeichen der Zeit verschlafen hat, schnell wieder vor den nächsten Problemen. Große Chancen bieten neue Energiespartechniken aber auch für uns Rohstoffbullen. Die Leser des Rohstoff Investor sind bereits in Aktien investiert, die von diesem Trend bald profitieren werden, wenn der Verbrauch eines für die neue Autotechnik besonders wichtigen Rohstoffs weiter rasant ansteigt.
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