Fluglinien in Bedrängnis: Irakkrieg kostet bis zu 100 Mio €
Jochen Steffens in Investors Daily
vom 23. Januar 2003 18:00 Uhr
ENL5454
Heute hat die Deutsche Lufthansa (WKN 823212) ihre Ergebnisprognose für 2003 gesenkt. So solle das Ergebnis keinesfalls besser als 2002 werden. Begründet wird dieser Schritt mit der aktuellen Konjunkturlage. Der andere Grund sei der Irakkrieg, durch den auf die Lufthansa Kosten von bis zu 100 Mio € zukommen. So rechnet der Konzern erst im Jahre 2004 mit einer deutlichen Erholung.
Ich hatte bereits darauf hingewiesen, sobald ein Irakkrieg begonnen hat und sich abzeichnet, dass er schnell vorbei geht, wird die Lufthansa als Invest sehr interessant. Merken Sie sich diese Aktie vor.
Aber auch die niederländische Fluggesellschaft KLM legte heute Zahlen vor. Der Nettoverlust wurde verringert. Nach 94 Mio € Verlust im Vorjahreszeitraum, konnte KLM nun mit einem Verlust von nur 66 Mio € oder 1,41 € je Aktie aufwarten. Mit diesen Ergebnis übertraf KLM die Analystenerwartungen von 73 Mio €. Der Quartalsumsatz legte um 7 % auf 1,57 Mrd. € zu. Das Betriebsergebnis bleibt mit 63 Mio. € negativ.
Das Unternehmen wies darauf hin, dass die sich verschlechternde Marktlage und die verschärfte Krise im Nahen Osten die Sanierungsmaßnahmen unterbrochen hätten. So geht auch KLM für das kommende Quartal davon aus, dass sich der derzeitige Abwärtstrend bei den Buchungen fortsetze. Für das Gesamtgeschäftjahr zeigt sich KLM wenig optimistisch, ein positiven Betriebsergebnis zu erreichen.