FJH: Ermittlungen eingestellt
Jochen Steffens in Investors Daily
vom 19. Dezember 2003 18:00 Uhr
ENL5454
Rufmord kann man es auch nennen. Eine Gerücht über Bilanzfälschungen lies die Aktie des Softwarehaus FJH um mehr als ein Drittel einbrechen. Hintergrund war eine anonyme Anzeige, die die Staatsanwaltschaft zu Ermittlungen gegen FJH bewegt hatte. Dabei hatte die Staatsanwaltschaft damals auf die Anonymität hingewiesen und zur Vorsicht gemahnt. FJH war diesen Vorwürfen mit einem unabhängigen Gutachten entgegengetreten. Jetzt wurde bekannt, dass die Münchener Staatsanwaltschaft das Ermittlungsverfahren gegen FJH eingestellt hat.
Natürlich kommen nun Fragen auf, ob nicht irgendjemand von dieser Anzeige ganz speziell profitiert hat. Leider wird (anonyme Anzeige) es schwer werden, den Schuldigen zu finden. Es zeigt aber auch, wie verunsichert die Anleger mittlerweile sind und wie leicht es ist, durch Gerüchte Kurse zu manipulieren.