Fisch bald nur noch im Zoo?
Volkmar Michler in Profit Radar
vom 6. November 2009, 19:00 Uhr
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Könnte es sein, dass Fisch bald nur noch im Zoo zu bestaunen ist? Wissenschaftler und Umweltverbände sind sich einig: Wenn die Ozeane weiter so ausgeplündert werden wie bisher, wird spätestens 2049 die kommerzielle Fischerei am Ende sein.
Dies ist eine Prognose der FAO, der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (Food and Agriculture Organization), die auch von der Fischerei-Expertin Heike Vesper des Internationalen WWF-Zentrum für Meeresschutz in Hamburg bestätigt wird: „ Die Fischbestände können sich auf wieder zurückentwickeln, wenn man sie in Ruhe lässt". Weitest gehend passiert aber das Gegenteil.
Weil die europäischen Fischbestände überfischt sind, jagen die Fangflotten zunehmend in fremden Gewässern den letzten Fischen hinterher, zum Beispiel vor den Küsten Westafrikas. „So werden die Probleme der Überfischung exportiert, anstatt sie zu lösen", kritisiert der WWF.
Konkret: Weltweit können sich derzeit nur 1% der Fischbestände erholen, Eindrittel gelten bereits als überfisch (das bedeutet: sie stehen kurz vor dem Kollaps), über 50% der Fischbestände befinden sich an ihren biologischen Grenzen. Lediglich 20% werden als „unterfischt" bezeichnet. „Das sind dann aber auch wirklich die allerletzten Reserven."