Finger weg von Pusher-Mails
Daniel Wilhelmi in Profit Radar
vom 26. März 2007 19:00 Uhr
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Ich hoffe, Sie hatten ein schönes Wochenende. Ich musste dieses Mal endlich nicht so viel arbeiten und konnte das Wochenende nutzen, um meine Wohnung aufzuräumen und das Qualifikationsspiel des zukünftigen Euromeisters 2008 gegen Tschechien zu schauen.
An den Märkten herrscht heute ein wenig Orientierungslosigkeit. Nach der Fed-Sitzung letzte Woche kam es am amerikanischen Aktienmarkt zwar zu einem starken Anstieg. Doch der ist vor allem auf die Eindeckungen von Leerverkäufen zurück zu führen. Es wird sich erst diese Woche zeigen, ob der Anstieg wirklich nachhaltig ist. Beobachten Sie also die Märkte und das Handelsvolumen.
Die neue heiße Story auf dem Parkett der Wall Street ist der Iran-Konflik. Nun rücken also die geopolitischen Risiken wieder in den Mittelpunkt. Der Ölpreis und die Preise der Edelmetalle reagieren darauf bereits mit steigenden Kursen. Insgesamt bietet mir dieses Umfeld den perfekten Zeitpunkt, um mal wieder eine Leserfrage zu beantworten, die ich in ähnlichen Formen immer wieder höre. Es geht um das traurige und ledige Thema der Aktien-Pusher. Herr Rüdiger O. hat dazu folgende Mail geschickt:
„Sehr geehrter Herr Michler – Sehr geehrter Herr Wilhelmi,
ich wende mich als frisches Aktien-Greenhorn auf Grund eines Negativerlebnisses mit einem angeblichen seriösen Börsenbrief…an Sie. Dieser…empfahl dort die Aktie Techrobond / Platinum Research Organisation. Diese stand auf 4,50,- Euro und sollte sich sogar verfünfzehnfachen bis Ostern. Nun, das absolute Gegenteil ist geschehen und die Firma antwortet nicht auf Anfragen. Wie sehen Sie den Fall? Passiert so etwas einfach immer mal wieder, wie kann man sich schützen…? Etwas viele Fragen, ich weiß, aber ich dachte, Sie wüssten vielleicht Rat. Grüsse, Rüdiger O.“
Ja, Rat weiß ich, aber die Antwort wird Ihnen nicht gefallen, Herr O.. Sie sind anscheinend wie so viele Privatanleger auf Aktienpusher herein gefallen. Gegen diese kriminellen Machenschaften (denn nichts anderes ist es) ist leider kein Kraut gewachsen. Der einzige Rat, den ich Ihnen und allen Profit Radar-Lesern geben kann: Löschen Sie diese Pusher-Newsletter ungelesen.
Das Wichtige an diesem Satz ist das Wort „ungelesen“. Denn wenn Sie erst mal anfangen zu lesen, dann ist die Gefahr groß, dass Sie doch in Versuchung geraten, diese Pusher-Aktien zu kaufen. Denn natürlich wissen diese Leute, was sie schreiben müssen, um in den Anlegern die Gier auszulösen.