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Isis-Terrorgruppe und die möglichen Folgen: Ein kurzer Überblick

Seit einigen Tagen gehen nun schon Meldungen um die Welt, die von den furchtbaren Verbrechen, die zur Zeit vor allem im Irak verübt werden, berichten. Die dort wütenden Barbarenhorden der Terrororganisation Isis, die in ihrem Fanatismus und ihrer Brutalität einer Zeitreise aus dem Mittelalter entsprungen sein könnte, schlachteten bereits Tausende Menschen in Syrien und im Irak auf brutalste Weise ab.

Doch wer profitiert von dem wildgewordenen Irrenhaufen und wie gelingt es angeblich nur 8000 bis 10.000 Männern, einen derartigen Terror-Blitzkrieg durchzuführen? Und vor allem, was sollten Sie an weiteren Entwicklungen erwarten? Dies sind nur ein paar der Fragen, denen ich in diesem Artikel nachgehen will.

Immer mehr verschiedene Terrororganisationen – wer behält da eigentlich noch den Überblick?

Wenn Sie sich die massenmediale Berichterstattung der letzten Jahre ansehen, so werden Sie schnell erkennen, dass es scheinbar immer mehr verschiedene islamistische Terrororganisationen zu geben scheint.

War es früher noch „schön überschaubar“ mit Osama bin Laden als dem „lieben Terror-Onkel“, so scheint sein Al Kaida Betrieb inzwischen zum reinsten Franchise-System verkommen zu sein. Und mit immer mehr „Lizenznehmern“, entwickeln sich natürlich auch immer mehr unterschiedlichere Stile der „Geschäftsausübung“, die dann auch untereinander im Clinch liegen oder nicht mehr das tun, was die Zentrale vorschreibt.

Isis, die Terrorgruppe, die sich momentan in den Massenmedien besonders hält, hat sich von Al Kaida bekanntlich losgesagt und versucht ihr eigenes teuflisches Ding zu drehen.

Und damit ist die Truppe bisher leider auch sehr erfolgreich, obwohl der Kern nach verschiedenen Informationen lediglich aus rund 8.000 bis 10.000 Mann zu bestehen scheint. Wie können diese also ganze Millionenstädte einnehmen und ein Land in Angst und Schrecken versetzen? Hierfür gibt es mehrere Gründe.

Das Erfolgsrezept von Isis: Vier entscheidende Faktoren

Isis feiert scheinbar einen militärischen Erfolg nach dem anderen, da die Organisation über vier verschiedene Grundpfeiler verfügt, die ihren Erfolg sicherstellen. Diese sind (mehr dazu gleich):

  1. eine exzellente Logistik und Ausrüstung
  2. schmutziges Geld aus dem Ausland und zunehmende Ausbeutung der eroberten Gebieten im Mafia-Stil
  3. eine romantisierte Erfolgsvision, die Dschihadisten ein „Traumziel“, nämlich das Kalifat, als erstmals möglich verkauft
  4. Macht durch die Verbreitung unbeschreiblicher Angst und Schrecken

Sehen wir uns die Punkte einmal näher an.

Ist wirklich alles so, wie es scheint?

Wenn Sie sich die Fotos von Isis-Truppen einmal ansehen, dann fallen dem aufmerksamen Beobachter gleich eine Reihe an Dingen auf. Zunächst einmal scheinen die Terroristen über einen ganzen Fuhrpark moderner und identischer Fahrzeuge zu verfügen (hier im Foto hauptsächlich Toyotas), was sicherlich für ein paar „Wüstenfanatiker“, die scheinbar aus dem Nichts erschienen sind, sehr ungewöhnlich ist.


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Taktisch gesehen macht dies die Truppe natürlich sehr mobil. Dazu kommt, dass die Kämpfer für eine Terrororganisation militärisch exzellent ausgebildet sind und Isis inzwischen eine der reichsten Terrororganisationen der Welt mit einem immensen Zugriff auf finanzielle und materielle Ressourcen ist.

Dies alles macht die Organisation militärisch gesehen sehr schlagfertig. Und oftmals übernimmt Isis sogar ganze Städte völlig kampflos, da niemand von den „frommen Glaubensbrüdern“ Lektionen wie diese erhalten möchte.

Das wiederum motiviert natürlich viele Dschihadisten weltweit (und auch aus Europa) sich hier anzuschließen, verspricht doch Isis ihnen die tatsächliche Neugründung ihres ersehnten „Kalifats“ und feuert damit ihren Wahn noch weiter an. Und dieses soll natürlich nicht zu klein ausfallen, am besten über weite Teile Nordafrikas, dem nahen Osten und Südosteuropas. So ist etwa in den Medien zu lesen:

Dieser Staat, so lautet das gemeinsame Ziel der Kämpfer aus den unterschiedlichsten Regionen, soll nach der Scharia regiert werden. Und er soll sich geographisch von Ägypten über Jordanien, Palästina, den Libanon und Syrien bis an die Türkei und in den Irak hinein erstrecken

Und wer hier nicht mitzieht, wird systematisch und möglichst grausam ausgerottet. Doch woher kommt das Geld und wer profitiert von den Aktionen der fanatischen Schlächter-Banden? Dies geht soweit, dass sogar die Bildzeitung schon hierüber schrieb. Doch neben all den guten Punkten, die in dem Artikel genannt werden, ist die wirkliche Realität noch viel interessanter. Gehen wir ein Stück zurück in der Zeit.

Der Irak nach der Invasion: Die USA suchen Entlastung im Kampf gegen den irakischen Widerstand

Erinnern Sie sich noch an die Jahre nach dem amerikanischen Überfall und Einmarsch im Irak? Die US-Soldaten überrannten zwar das Land, doch der Widerstand gegen ihre Besatzung sollte erst beginnen. Da half es auch nicht viel, dass man Saddam Hussein mal schnell umbringen ließ. Fakt ist, die Zahl der toten US-Soldaten stieg immer weiter und Bush geriet unter Druck.

Vor diesem Hintergrund begann man im Hintergrund offenbar eine Strategie der Spannung zwischen den verschiedenen islamischen Glaubensrichtungen. Natürlich wurde dies nicht offiziell, aber wer genau aufpasste, fand immer wieder Hinweise auf derartige Pläne.

Auch protestierten irakische Politiker und Verantwortliche immer wieder und machten ausländische Spezialtruppen für derartige Vorfälle verantwortlich. Hiervon ist natürlich die übliche Propaganda abzuziehen, aber einige Fälle mit zahlreichen Fragezeichen bleiben klar bestehen.

Sogar in etablierten Medien war über einen Vorfall zu lesen, in dem britische Soldaten als Araber verkleidet von den irakischen Sicherheitsbehörden aufgegriffen wurden. Das Besondere an der Nummer: Deren Wagen war voll mit Waffen und Sprengstoff.

Anschließend kerkerte man die „falschen Araber“ ein, worauf die britische Armee das Gefängnis angriff und die Leute gewaltsam befreite. Natürlich waren solche Themen damals und großteils heute nicht wirklich etwas für den Mainstream, gefährdeten sie doch die Märchen vom guten Westen und dem bösen Irak.

Wer will schon etwas über westliche Militärs und Nachrichtendienstmitarbeiter lesen, die im Stile einer Operation Gladio den Terror im Land anheizen und Frauen und Kinder deswegen für den „guten Zweck“ ermorden?

Doch rein rational betrachtet, machte eine solche Vorgehensweise für die Besatzungsmächte durchaus Sinn, so zynisch sie auch ist. Wenn die Iraker sich gegenseitig zerfleischen, interessiert man sich weniger für die US-Truppen.

Die Jahre vergehen und neue Ziele kommen ins Blickfeld der USA

Die Jahre vergingen also, der Präsident wechselt und neue Ziele kommen ins Blickfeld der USA. Wo Bush den Irak zerbombte und Chaos sähte, machte Obama nahtlos mit Libyen weiter und Syrien. Das Rezept dieses Mal war ganz einfach: Man stärkte die Feinde der dortigen Herrscher.

In Libyen bombte man den islamistischen Rebellen den Weg frei und schwafelte etwas von „Demokratiebewegung“ für die westlichen Massen, in Syrien stattet man fröhlich sämtliche Assadfeinde mit Waffen aus und trainiert diese. Wir reden hier natürlich nicht nur über ein paar Gewehre, sondern auch Panzerabwehrwaffen und allerlei hochentwickelteres „Spielzeug“. Produktionsfrisch aus dem Westen geliefert, direkt sogar vom US Wall Street Journal berichtet.

Aber auch in Libyen hat man den Damen und Herren allerlei Equipment überlassen. Denken Sie mal zurück an den Benghazi-Vorfall, wo man den US-Botschafter getötet hatte. Damals wurde dies in den Massenmedien nur als ein Überfall auf die Botschaft dargestellt. In Wirklichkeit lief dort aber viel mehr ab. Die CIA betrieb in diesem Haus nämlich einen recht großen Waffenschmuggelring. Wo die wohl hingingen?

Dazu kommen übrigens noch die Türkei als Terrorpaten (zweiter Artikel, weiter unten) und natürlich die terroristischen Großfinanziers aus Saudi Arabien und Katar, mit denen der Westen so gerne Geschäfte macht.

Besonders für Saudi Arabien sind Unruhen im Irak natürlich toll, schaltet man so doch eine starke wirtschaftliche Konkurrenz bei der Ölförderung, die ja im Irak nun immer weiter wieder aufgebaut worden ist, aus (dies war ja auch einer der Gründe, warum Saddam gehen musste und man Amerikanern überhaupt die entsprechenden Militärbasen im Land erlaubte. Vergleichen Sie nur einmal den Ölpreis zu Saddams Zeiten mit dem von heute).

Doch jetzt wechselt der eigens hochgezüchtete „Terrorclub“ das Terrain und will plötzlich sein eigenes Ding machen. Das kann einem US-Präsidenten natürlich nicht gefallen, muss er doch vor der Öffentlichkeit so tun, als ob er handeln möchte. Gleichzeitig wird er aber seinen eigenen „Hund“ nicht hinters Haus führen und dort erschießen wollen.

Viel mehr braucht es wohl lediglich ein paar züchtigender Peitschenhiebe, damit dieser wieder macht, was man von ihm möchte. Und so wird es wohl lediglich ein paar Drohnenangriffe geben, wenn überhaupt. Und genau aus diesem Hintergrund kommt auch der scheinbare Widerspruch, dass in Syrien die Extremisten gegen Assad militärisch und wirtschaftlich unterstützt werden und aber im Irak nun gleichzeitig die Bösen sind.

Wie die Sache letztlich ausgeht, hängt somit weitgehend von der Achse Tehran-Damaskus-Bagdad ab. Die Schwäche von Isis ist und bleibt die geringe Anzahl der Kämpfer, auch wenn die Organisation sich durch allerlei Raubzüge (unter anderem durch eine regionale Zentralbank), die Taschen massiv gefüllt hat. Letztlich gibt es wohl zwei wahrscheinliche Möglichkeiten, wie der Spuk hier enden wird.

Entweder, man kriegt die Organisation soweit zurückgedrängt, dass sie keine wirkliche Rolle mehr spielt, oder der Irak zerfällt als Staat. Die Errichtung eines riesigen Kalifats hingegen dürfte wohl Träumerei der Extremisten bleiben. Sie als Anleger hingegen sollten weiterhin von einem starken Ölpreis ausgehen und anhaltenden Spannungen im arabischen Raum, die jedoch vielen Ländern in Wirklichkeit gar nicht unrecht kommen, auch wenn sie es nie öffentlich zugeben würden.

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Über den Autor Alexander Hahn

Alexander Hahn stieß Ende 2007 zum Investor Verlag und ist Chefanalyst des kostenlosen Newsletters Value Daily.

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