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Italien: Der nächste Brexit-Moment?

Bei den US Indizes läuft seit 2 Wochen eine ordentliche Jahresendrally. Der S&P 500 notiert auf frischen Allzeithochs und konnte allein in diesem kurzen Zeitraum um fast 6 Prozent zulegen.

Wer nicht mitzieht ist der DAX. Dabei müsste der regelrecht wegbrechende Euro eigentlich beflügeln. Dieser kurbelt ja (angeblich) die Exporte an, so die gängige Theorie. Was hat der DAX also? Schockt die Drohung Merkels, wieder den Kanzler machen zu wollen?

Beim DAX fällt die Jahresendrally einfach aus

Ich vermute eher akute Eurosklerose als Ursache. Denn das Auseinanderbrechen der Eurozone rückt näher. Nach Großbritanniens Austritt aus der EU könnte Italien als erstes Land aus dem Euro austreten. Wie das?

Am 04. Dezember findet in Italien ein wichtiges Referendum über eine Verfassungsreform statt. Der amtierende Regierungschef Renzi wird es voraussichtlich verlieren. Die zuletzt veröffentlichten Umfragen zeigen Renzi rund 10 Prozent im Rückstand. Für diesen Fall hat er seinen Rücktritt angekündigt.

Dann gäbe es Anfang 2017 Neuwahlen in Italien. Und hier könnte die 5-Sterne-Bewegung der Eurogegner die Macht übernehmen und Italien mit einem neuen Referendum aus dem Euro bugsieren.


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Somit wäre die Renzi-Niederlage wohl der dritte „schwarze Schwan“ (plötzliches Schockereignis) an den Börsen in diesem Jahr (nach Brexit und Trump). Normalerweise treten solche Ereignisse nur alle paar Jahre auf. Verrückte Zeiten sind das.

Italien tritt aus dem Euro aus

Wobei das WANN und WIE (und auch das OB) des möglichen Euroaustritts dann noch geklärt werden müssten. Doch für Deutschland mit seinen horrenden Target-2-Salden wäre ein Euro-Austritt eines anderen Mitgliedslandes im worst case das finanzielle Ende. Kein Wunder, dass der DAX vor diesem Termin die Hosen voll hat.

Aber nicht nur dem DAX, sondern auch dem Euro würden bereits ernsthafte Spekulationen über einen „Ixit“ (ich nenne ihn mal so) einen schweren Nackenschlag versetzen. Überraschungssieger der ganzen Aktion könnten jedoch italienische Aktien werden. Ähnlich wie britische Aktien nach dem Brexit.

Denn die Rückkehr Italiens zur Lira würde bedeuten, dass die Lira noch weicher als der Euro selbst würde. Eine schwache Währung beflügelt aber meist die Aktienkurse.

Italiens Aktienmarkt könnte bereits die Aussicht auf den Euro-Austritt beflügeln

Es wäre alles andere als ein Wunde, wenn Italien als eh schon beliebte Urlaubsland dann einen regelrechten Tourismus/Dienstleistungs-Boom erleben würde. Ähnlich wie Großbritannien derzeit. Erst Recht jetzt, wo wegen des radikalislamischen Terrors sichere UND bezahlbare Nahreiseziele knapp geworden sind.


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Ein solcher Boom könnte der brachliegenden italienische Wirtschaft einen regelrechten Kick verschaffen. Zumindest, sobald sich der erste Schock samt Unsicherheit über die Modalitäten des Ausstiegs aus dem Euro gelegt haben.

Erstaunlicherweise fiel der italienische Aktienindex MIB in den letzten Tagen trotz der sich abzeichnenden Niederlage Renzis nicht mehr. Er stieg sogar. Noch ist es zu früh, eine Rally auszurufen. Angesichts der Unsicherheiten ist die gegenwärtige stabile Seitenlage aber bereits eine Leistung.

MIB-Index Tageschart

Doch wo kämen wir denn hin, wenn jeder Aktienmarkt steigen würde, wenn ein Land aus der EU oder Eurozone austritt? Am Ende würde sich noch zeigen, dass die gesamte Währungsunion eine einzige Fehlkonstruktion ist, ohne die ein Land besser dran ist Wehe, wenn ein solches Beispiel Schule macht. Dem muss mit fantasievollen Weltuntergangsdrohungen abgeholfen werden. Ob das gelingt, werden die kommenden Wochen zeigen.

Der DAX bleibt gefährdet, die US-Börsen sind erste Wahl

Bis das geklärt ist, fasse ich keinen DAX an. Muss ich auch nicht, weil die US-Börsen so fantastisch laufen. In der kommenden Woche gibt’s wahrscheinlich nochmals einen kleine Rücksetzer zum Nachkaufen. Danach sehe ich moderat steigende Kurse bis Jahresende, Italien interessier dort Niemanden.

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Über den Autor Henrik Voigt

Henrik Voigt hat an der renommierten TU Dresden Wirtschaftsingenieurwesen studiert und als einer der Jahrgangsbesten sein Studium abgeschlossen.

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