Finanzindustrie wie ein Bordell?

unserem Korrespondenten Bill Bonner in Investors Daily zum Thema Weitere Börsenthemen
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von unserem Korrespondenten Bill Bonner

*** Diese Rally am Aktienmarkt ist eine Rally des dummen Geldes. Die Investoren kaufen die schlechtesten Aktien zu den höchsten Kursen – und damit machen sie am meisten Geld!


Die Insider hingegen nutzen die Gelegenheit, um ihre Papiere zu verkaufen. Im dritten Quartal haben die Unternehmensinsider (wie die Vorstände) in den USA für 8,7 Milliarden Aktien des eigenen Unternehmens verkauft – das ist 36 Mal soviel, wie die Summe der Käufe betrug.

*** Ein alter Freund beschreibt die Finanzindustrie:

"Es mag hart klingen", beginnt Marc Faber, "aber die gesamte Finanzservice-Industrie ist nichts als ein großes Bordell. Die Broker pushen Aktien, von denen sie nichts wissen, außer dass sie schnell gehandelt werden können und deshalb Kommissionen bringen. Die Analysten empfehlen Aktien nicht notwendigerweise wegen deren Fundamentals, sondern weil diese Aktien Zeichen eines steigenden Momentums vorweisen, weil auch andere Analysten diese Papiere empfehlen. Und die Fondsmanager werden von den Bordellbesitzern gezwungen, Sektoren zu kaufen, die sie nicht wirklich mögen, aber das wird – weil diese Sektoren steigen – die Kunden des Bordells zufrieden stellen."

Ah, hier ist ein Unterschied: Die Kunden eines Bordells verlassen diesen Ort normalerweise befriedigt. Reale Prostituierte bieten für das Geld eine Gegenleistung. Aber die Investmentindustrie tut nur so.

Ein anderer Freund von mir, Martin Spring, erklärt:

"Eine neue Untersuchung der Vanguard Group ( ...) zeigt, dass professionelle Manager oft noch nicht einmal fähig sind, genug Gewinn zu erwirtschaften, um ihre Gebühren und Ausgaben einfahren zu können."

"Sie haben die Performance der letzten 40 Jahre von 420 aktiv gemanagten Fonds in den USA untersucht – von Mischfonds, die sowohl in Aktien als auch in Anleihen investieren –, und herausgefunden, dass nur 7 % dazu fähig waren, auf einer konsistenten Basis Wert hinzuzufügen. Und das nur deshalb, weil sie ein höheres Risikoniveau akzeptierten."

"Finanzberater sprechen und schreiben oft über die zahlreichen Risiken, mit denen es Investoren zu tun haben – dass die Märkte fallen können oder dass Emittenten Bankrott gehen können. Aber ich habe noch nie gesehen, dass jemand auf eines der größten Risiken für den individuellen Investoren eingegangen ist – das Risiko des Fondsmanagers."

*** Andererseits: "Liebe Autoren und andere Leser," beginnt ein Brief eines Lesers. "Bin ich alleine mit der Meinung, dass der Investor's Daily eine komplette Renovierung braucht?"

"Es braucht einfach zu viel Zeit für Ihre Leser, die guten aus den mittelmäßigen Beiträgen herauszusuchen. Hey, die Geschichtslektionen sind sehr gut für Leser, um die aktuellen Ereignisse in eine Perspektive setzen zu können."

"Allerdings ist es eine Zeitverschwendung, immer wieder von Bill Bonner & Co. zu lesen, wie schlecht der Aktienmarkt und wie gut Gold sei. Ich sage nicht, dass ich dem langfristig nicht zustimmte, aber hat Keynes nicht gesagt: Langfristig sind wir alle tot! Fakt ist, dass die Märkte steigen und fallen, und man will doch kaufen, wenn die Kurse steigen, und verkaufen, wenn sie fallen. Die Leute wollen nicht Recht haben – sie wollen reich werden!! Und wir wollen nicht immer wieder die gleiche Botschaft hören."

Komplette Renovierung?! Zeitverschwendung?! Ach wirklich?! Ich lasse Sie wissen, dass "Bill Bonner & Co." den Aktienmarkt auch willkürlich hochleben lassen können. Lesen Sie den folgenden Beitrag von meinem Freund Christoph Amberger vom Börsendienst Taipan:


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