Fibonacci-Time Zones
Sven Weisenhaus in Wave Daily
vom 26. November 2010, 13:00 Uhr
ENL5454
zu der Leserfrage, ob man mittels Fibonacci-Marken auch Zeitpunkte für Kursziele ermitteln kann, die ich am Mittwoch hier an alle Leser weitergeleitet habe, ging erfreulicherweise bereits eine Antwort ein, die ich Ihnen hiermit gerne weiterleite:
"Hallo Herr Weisenhaus,
zumindest gibt es eine Software, die das Einzeichnen von Fibonacci-Zeitzonen zulässt, und zwar z.B. der "ActiveTrader", die Handelssoftware von CortalConsors.
Ich persönlich verwende nur die Fibonacci-Retracements, die Software lässt aber auch das Einzeichnen von den von Ihnen schon erwähnten Fibonacci-Fans, von Fibonacci-Arcs (Kreise bzw. Ellipsen) und eben auch Fibonacci-TimeZones in der Staffelung 0/1/2/3/5/8/13/21 zu. Das ergibt dann senkrechte Linien im Chart. Die sinnvolle Anwendung ist mir aber nicht bekannt.
Freundliche Grüße
Günter Hinrichs"
Fibonacci-Time Zones - die Neugierde war geweckt
Einen herzlichen Dank an Sie, Herr Hinrichs. Man lernt nie aus. Nun war ich auch neugierig, habe etwas im Internet gestöbert und folgendes auf wiwi-online.de hierzu gefunden:
"Fibonacci - Time Zones
Die Anwendung der Zeitzonen basiert auf der Annahme, daß markante Trendwechsel (Wendepunkte) im Kursverlauf an Fibonacci-Marken bzw. -Tagen erfolgen. Die Aussage dieser Theorie basiert auf der Annahme, daß alle Entwicklungen in allen Bereichen (also auch die Kursverläufe) einer bestimmten Zyklik unterliegen. Diese zyklischen Veränderungen bzw. Widerholungen unterliegen nicht einer gleichen statischen Zeitkomponente, sondern laufen nach dem Rythmus der Fibonacci-Zahlen ab. Dieser Theorie folgend, werden markante Änderungen demnach am ehesten innerhalb der Tage erfolgen, die auf eine Fibonacci-Zahl fallen (+/- ein oder zwei Tage). Die Theorie besagt nicht, das etwas im Kursverlauf passieren muß, sondern nur, daß die Wahrscheinlichkeit, daß etwas passiert, an diesen Tagen am höchsten ist. Ansatzpunkt ist auch hier ein Extrempunkt, an dem ein Trendwechsel eingesetzt hat. Dabei versteht sich, daß die dem Extrempunkt näherliegenden Fibonacci-Marken eine geringere Relevanz besitzen, als die weiter entfernten."
Einen weiteren kompakten Artikel auf zwei PDF-Seiten können sie hier nachlesen.
Halten Sie Ihre Charts einfach
Klingt recht interessant. Doch Schuster, bleib bei Deinen Leisten. Es gibt unglaublich viele Analyse-Methoden und charttechnische Instrumente. Würde man alle gleichzeitig betrachten, wäre eine sinnvolle Kursanalyse überhaupt nicht mehr möglich. Man würde den Chart völlig überladen und ständig irgendwelche Signale und natürlich auch massig Fehlsignale erhalten. Ich orientiere mich daher an einigen wenigen Methoden, die in der Vergangenheit stets zu guten Ergebnissen führten und halte meine Charts einfach, wie Sie im nächsten Teil des heutigen Newsletters wieder sehen können.