Fels in der Brandung
Martin Weiss in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 16. November 2009, 07:30 Uhr
ENL5454
In der vergangenen Handelswoche konnten sich die Investoren am Aktienmarkt wieder über Gewinne freuen. Am Ende standen beim deutschen Leitindex 5686 Punkte auf der Tafel.
Immerhin kann sich ein Gewinn von 3,6 Prozent innerhalb von fünf Handelstagen durchaus sehen lassen. Auch in den USA kam der Dow Jones voran und markierte ein 13-Monats-Hoch. Der Schlussstand am Freitag lag bei 10270. Einzig der japanische Leitindex zog nicht so recht mit. In Tokio mußte ein kleiner Verlust im Wochenvergleich verbucht werden.
Geldschwemme treibt an
Nach wie vor wird selbst in diversen Marktkommentaren auf die gewaltige Liquiditätsflutung seitens der Notenbanken als Hauptgrund für die gegenwärtige Party am Aktienmarkt hingewiesen. Hier sei einmal mehr darauf verwiesen, dass sich die US-Geldbasis binnen eines Jahres mehr als verdoppelt hat. Das hat es in der Form in der Geschichte noch nie gegeben. Es ist daher wahrlich alles andere als überraschend, dass mittlerweile schon von einer Art Echo-Blase gesprochen wird. Ja, in der Tat, vor unseren Augen wird Wirtschaftgeschichte geschrieben.
Gewaltige neue Risiken
Natürlich wird am Ende des Tages auch diese Echo-Blase platzen. Und der kurzfristige Erfolg der Stabilisierung des Aktienmarkts bzw. der Wirtschaft wird einen extrem hohen Preis kosten. Ja, einen gefährlich hohen Preis, zumal sämtliche Staatshaushalte hoffnungslos defizitär sind. Letztlich wird am Ende des Tages auch diese Art der Stimulierung gnadenlos scheitern. Und es steht auch außerhalb jeden Zweifels, dass die nächste Krise deutlich größer sein wird als die jüngste.
Pure Timing-Frage
Einzig fraglich ist, wann der nächste Akt der von der Regierung angeheizten Krise zu begutachten sein wird. Noch sieht alles danach aus, als ob die Zwischenerholung durchaus eine Weile vorhalten wird. Es gilt aber nach wie vor, äußerst vorsichtig und wachsam zu agieren. Denn die einzig große Frage ist die, wann der neue Abwärtstrend wieder Fahrt aufnehmen wird. Oberste Priorität gilt nach wie vor dem Erhalt und Schütz des Vermögens.
Gold als stabiler Fels in der Brandung
Apropos Vermögensschutz, einmal mehr erweist sich das gelbe Edelmetall als stabiler Fels in der Krisen-Brandung. Am Ende der vergangenen Woche kostete eine Unze 1118 Dollar oder 750 Euro. Sehr positiv zu bewerten ist, dass der Goldpreis am Freitag deutlich über 1100 Dollar ins Wochenende ging. Als nächstes Kursziel scheint nach der 1200er-Marke der Bereich um 1300 Dollar langsam aber sicher in Reichweite zu kommen.
ähnliche Beiträge:
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Schafranek (16.11. 2009 17:31 Uhr):
Leider bin ich nicht in der Lage bei Börsendiensten mitzumachen. Trotzdem lese ich Ihre und einige andere Finanznachrichten gerne und hoffe dass ich diese auch weiterhin lesen darf.
Antworten
weitere Ausgaben von
Kapitalschutz Akte
weitere Artikel dieser Ausgabe:
Freitag, 25. Mai 2012
Donnerstag, 24. Mai 2012
Mittwoch, 23. Mai 2012
alle AusgabenBörsenbrief: Sicheres Geld
Der exklusive Börsendienst, der Ihr Vermögen zuverlässig schützt
Klicken Sie hier für weitere Informationen zu Börsenbrief: Sicheres Geld