Fed Statement
Henrik Voigt in DAX Daily
vom 27. Januar 2011, 08:30 Uhr
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es ist immer wieder das gleiche Spiel: Der geldpolitische Ausschuss (FOMC) der US-Notenbank Fed zieht sich zu zweitägigen Beratungen zurück, die Anlegerschaft erschauert vor Ehrfurcht (oder besser: spekuliert auf eine Rally im Umfeld der Sitzung) und schließlich wird mit bedeutungsvoller Miene verkündet, was sowieso schon alle wissen: der US-Leitzins bleibt unverändert bei einer Spanne von 0 bis 0,25 Prozent. Das 600 Milliarden Dollar schwere Aufkaufprogramm für US-Staatsanleihen soll planmäßig fortgesetzt werden. Die Kurse machen noch einen kleinen Hüpfer und dann geht man zur Tagesordnung über.
Nichts Neues auch im begleitenden Kommentar der Notenbank. Darin führen die Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses an, dass trotz der steigenden Rohstoffpreise die Kerninflation abwärts tendiert. Ich frage mich, ob die Ausschussmitglieder blind sind, aber vielleicht ist die Inflation bei Nahrungsmitteln, Großhandelspreisen und an der Zapfsäule ja nur ein europäisches Phänomen? Weiter heißt es im Statement: Obwohl sich die US-Wirtschaft auf Erholungskurs befinde, reiche das Ausmaß der Erholung nicht aus, um für eine deutliche Besserung auf dem Arbeitsmarkt zu sorgen. Die Arbeitgeber zeigen sich weiterhin zurückhaltend bei Neueinstellungen und der Häusermarkt bleibt weiter schwach, so die Notenbanker.
Die Börsen fassten diese Kommentare gestern jedenfalls als grünes Licht für eine weiterhin inflationäre Politik auf und stiegen. Ein Ende der Hausse ist nirgends in Sicht, auch wenn die Stimmung schon seit Monaten viel zu optimistisch scheint. Auf dem Inflationsauge blinde Notenbanker sind quasi der Freibrief für steigende Kurse/ Preise. Aktien dürften in den nächsten Monaten weiterhin ein gutes Mittel zum Inflationsschutz Ihres Vermögens bleiben. Vorsichtiger würde ich erst werden, wenn das Thema Aktienanlage und Hyperinflation in der ansonsten wirtschaftsfremden Mainstream-Presse breitgetreten wird.
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