FED schickt die Märkte abwärts
Klaus Buhl in Nebenwerte Daily zum Thema Nebenwerte
vom 12. August 2010, 17:00 Uhr
ENL5462
das gefiel den Anlegern gestern wohl gar nicht, was die FED da ankündigte:
Um die Wirtschaft, die sich laut Ben Bernanke schwächer entwickle, als die FED es erwarte, weiter zu stützen, wolle man noch mehr Geld in diese hineinpumpen. Vorbei ist es also zunächst einmal mit den Statements, dass die FED prüfe, wann man aus den Maßnahmen aussteigen wolle, da ja die Erholung laufe.
Stattdessen schaltet die FED wieder um auf "Krisenmodus", denn nach ihrer letzten Zinssitzung kündigte sie an, fällige Wertpapiere in ihrer Bilanz - vor allem mit Hypotheken besicherte Anleihen (MBS) - zu ersetzen, indem sie für das frei werdende Geld Staatsanleihen kaufe. Auf diese Weise soll der Bestand an Anleihen beim Stand von 2054 Mrd. Dollar gehalten werden. Bislang hatte sie die Papiere auslaufen lassen und das Geld so dem Wirtschaftskreislauf entzogen.
Wie viel letztlich wirklich gekauft wird durch die FED bleibt jedoch vorerst einmal unsicher (die Summen dürften aber erst einmal nicht an das herankommen, was auf dem Hochpunkt der Krise durch die FED erfolgte) und entscheidet sich jeweils Mitte eines Monats, denn dann kündigt die FED an, wie viel sie in den nächsten Wochen zu kaufen gedenkt.
Bleibt die Frage nach den Marktinterna?
Dass die externen Märkte (d.h. hier die Leitindizes wie S&P 500 oder Dow) entsprechend fielen, ist sicher keinem Anleger entgangen. Doch wie steht es etwa um den NYSE Bullisch Prozent Index?
Quelle: stockcharts.com
Wie Sie sehen können, traf der Verkauf im Markt auch den NYSE BP Index. Aus Sicht des NYSE BPIs gibt es aber noch keinen Grund zur Sorge. Er verharrt weiterhin auf einem Kaufsignal aus P&F-Sicht und hatte nur einen kleinen Rücksetzer.
Viel wichtiger dürfte sein, wie der Index in den nächsten Tagen auf die Bewegungen des Marktes reagieren wird. Sollte es hier zu einer fortgesetzten Schwäche kommen, wäre dies ein klares Warnzeichen. So weit sind wir aber natürlich noch nicht und somit gilt es, die Lage erst einmal in Ruhe weiter zu beobachten.

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