FED in der Zwickmühle
Klaus Buhl in Nebenwerte Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 24. September 2009, 17:00 Uhr
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Für die Notenbanken und die FED speziell ist der jetzige Konjunkturzustand sehr kritisch. Werden die Hilfen zu früh zurückgedreht, droht ein neuer Einbruch. Hält sie zu lange daran fest, besteht die Gefahr von hoher Inflation und der nächsten Blasenbildung. Am Mittwoch erklärten die Notenbanker, die US-Wirtschaft habe sich nach dem Einbruch zur Jahreswende belebt. Die fiskal- und geldpolitischen Hilfen sowie "Marktkräfte" sollten dazu führen, dass sich das Wachstum weiter verstärkt. Auf der anderen Seite warnte die FED aber erneut, dass das Wachstum schwach bleiben werde, da es für Haushalte und Firmen schwer sei, Kredite zu bekommen. Außerdem werde der Konsum durch die steigende Arbeitslosigkeit gedämpft - wenngleich Unternehmen das Tempo der Jobkürzungen zurückgefahren hätten.
Alles in Allem also keine weltbewegenden neuen Nachrichten, weshalb die Bestätigung der bisherigen Marschroute und der bisherigen Planzahlen einige Marktteilnehmer zu Gewinnmitnahmen reizen könnte. Diesen Eindruck habe ich, da die gestrige Intraday-Bewegung an den US-Börsen für die kommenden Tage nicht besonders optimistisch stimmen kann. Bis zur FED-Entscheidung lagen die Indizes ordentlich im Plus, nur um dann rasend schnell in die Verlustzone zu rauschen. Als charttechnische Formation blieb ein so genannter Shooting-Star" zurück. Dies ist eine der negativsten Kerzenmuster überhaupt, muss aber am Folgetag, also heute, durch eine negative Eröffnung bestätigt werden. Bleibt diese aus, wäre die potentiell negative Formation wieder neutralisiert, wobei aber das gestrige Tageshoch als erheblicher Widerstand wirken wird.
Egal wie es kommt sollte man sich an der Börse nicht von Emotionen leiten lassen. Handeln Sie erst, wenn Ihr Handelsansatz Ihnen Signale gibt oder Ihr spezifischer Stopp-Loss ausgelöst wird. Vor allem hilft es nicht weiter, sich von Marktkommentaren leiten zu lassen. Dazu zähle ich natürlich auch meinen eigenen hier. Für eine überragende Expertise ist mein Bauchumfang zum Glück noch viel zu gering.
Herzliche Grüße und alles Gute
Ihr Klaus Buhl