Fallender Dollar und steigende Aktienmärkte mit negativer Korrelation
Jürgen Nowacki in Investoren Wissen zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 26. April 2011, 16:00 Uhr
ENL5454
Es gibt Faustregeln im Beziehungsgeflecht der Marktsektoren, nach denen sich Trader orientieren und sich die tägliche Suche nach Handelschancen erleichtern. Diese Intermarket-Korrelationen (z. B. fallender US-Dollar bewirkt einen Anstieg der Rohstoffpreise auf Dollarbasis) funktionieren aber nur für eine gewisse Zeit und werden dann außer Kraft gesetzt, weshalb sie von Zeit zu Zeit überprüft werden sollten.
Solche Intermarket-Regeln und Korrelationen funktionieren einerseits, indem ein Markt die Entwicklung eines anderen Marktes in die gleiche Richtung begünstigt (positive Korrelationen), wie z. B. steigende Rentenkurse, die zu steigenden Aktienmärkten führen. Hinter diesem Beispiel steht der Zusammenhang, dass bei steigenden Rentenkursen (BUND-, BOBL-, BUXL-Future) reziprok die Renditen fallen, was wiederum die Refinanzierung von Unternehmensanleihen und damit die Gewinnerwartungen der Unternehmen positiv beeinflusst und die Aktienkurse steigen lässt.
Zum zweiten Teil von: Negative Korrelationen müssen nicht schlecht sein, ganz im Gegenteil