"Fachkräftemangel" +++ PIIGS
Alexander Hahn in Investoren Wissen
vom 17. November 2010, 16:00 Uhr
ENL5454
seit Monaten trompetet es aus sämtlichen Propaganda-Lautsprechern von Politik und Wirtschaft, dass die Bundesrepublik ja dringend ausländische Arbeitskräfte benötige, um den "Fachkräftemangel" zu schließen.
Real sinkende Einkommen, Krise, immer mehr real Arbeitslose (besonders auch junge Akademiker und Hochschulabsolventen der "Generation Praktikum") in der Bundesrepublik (ich spreche hier bewusst nicht von der Phantasiezahl, die als "Arbeitslosenrate" bezeichnet wird)... alles irrelevant. Der "Fachkräftemangel" muss geschlossen werden, so die Botschaft.
Wer hier allerdings schon frühzeitig darauf hinwies, dass es sich bei diesem "Fachkräftemangel" lediglich um massenmedial multiplizierte Wahnvorstellungen bzw. den Wunsch der Industrie und Wirtschaft nach noch mehr ausländischen Billigarbeitern zur weiteren Lohndrückung der bisherigen Belegschaften handelte, wurde vielerorts natürlich wieder als "Verschwörungstheoretiker" dumm belächelt. Wie könnte es auch anders sein, denn bekanntlich kann ja beim Großteil des deutschen Michels immer noch nicht sein, was nicht sein darf.
Dumm nur, dass sich das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) nun mit einer Studie meldete, welche den "Fachkräftemangel" als das "entzauberte", was er letztlich ist: Ein wenig glaubwürdiges Phantasiegespinst, welches lediglich von interessierten Lobbygruppen und deren politischen Befehlsempfängern immer wieder bewusst aus eigenem Interesse hochgehalten wird.
Die PIIGS unter schwerem Beschuss... und teilen dennoch schon wieder gegen ihre "Retter" aus
Den Luxus, über derartige Lobby-Manöver wie den "Fachkräftemangel" zu diskutieren, können sich diverse PIIGS-Staaten zur Zeit wohl nicht erlauben.
Der Druck nimmt immer weiter zu. Doch statt sich dankbar zu zeigen für Rettungsbemühungen und dafür, dass man, wie etwa im Fall Griechenland, in Europa die ganzen Lügen und gefälschten Zahlen zum Euro-Beitritt schluckte, hat nun schon wieder (dabei hatte ich erst am Freitag darüber im Zusammenhang mit Irland geschrieben) das "böse Deutschland" Schuld am finanziellen Übel der Welt.
Diesmal meldet sich der griechische Ministerpräsident und gleichzeitig erster Vorsitzender der sozialistischen Internationalen, Georgios Papandreou, zu Wort und beschuldigte wieder mal Deutschland, Griechenland in die Pleite zu treiben. Wen interessiert da schon die jahrelange eigene sozialistische Abwirtschaftung des Landes, die kaum zu bändigende Korruption, reihenweise falsche Bilanzen und Zahlen, Lügen beim Euro-Beitritt, etc.? Alles kein Problem. Schuld ist doch die Bundesrepublik, wie immer.
Goldpreis wird "krisengerecht" gedrückt
Wenn sich eine Krise zuspitzt, ist es natürlich für das Papiergeldsystem besonders wichtig, dass abfließende Gelder keinesfalls ihren Weg in Edelmetalle finden, sind diese doch der Erzfeind der bestehenden Geldordnung. Wie unpassend wäre da ein steigender Edelmetallpreis, während der Rest der Aktien oder gar mancher Anleihen fällt?
Es verwundert somit mit Sicherheit wenig, dass gerade jetzt auch wieder alles daran gesetzt wird, die schwachen Hände aus dem Edelmetall zu treiben. Seien es die üblichen Taschenspielertricks wie die zweite kurzfristige Margenerhöhung am Silber-Terminmarkt in kurzer Zeit oder die bereits entsprechend bekannte Drückerei mit Derivaten, nach der man am Edelmetallmarkt fast schon die Uhr stellen kann. Wenn die Gesamtmärkte fallen, muss auch das Edelmetall runter. Alles andere wäre sonst auffällig und würde manch einen Anleger noch auf dumme Ideen bringen.
Für Kaufinteressierte bietet sich somit wahrscheinlich in den nächsten Tagen und Wochen bald eine interessante Gelegenheit zum Einstieg an.
Noch ist es wohl ein klein wenig früh, aber es lohnt sich in nächster Zeit sicherlich, die Augen offen zu halten.
Beste Grüße
P.S.:
Lachen können über diese ganzen Probleme sicher nur wenige Leute. Diese "diskreten" Herren hier dürften jedoch mit Sicherheit dazu gehören...
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Dr Papp Ernoene Ungarn (17.11. 2010 16:44 Uhr):
Sehr geehrter Herr Hahn! Ihr Beitrag ist wie immer absolut perfekt. Ich frage mich nur immer wieder, wie lange diese Presidrückerei fortgesetzt werden kann? Ich denke, dass es nicht mehr lange so weitergehen kann. Immer mehr Leute sehen es ein, dass die schöne Euroscheine fast täglich an Wert verlieren. Und dann, wenn nur jeder der etwa 6 Milliarden Menschen nur 1 Unze Gold kauft, wird es für immer das Spielchen dieser Herren vorbei sein. Und was kommt dann? Alle Drücker-Banken haben seit Freitag alles daran gesetzt die Edelmetallpreise zu drücken. Die heutige Preisentwicklung zeigt für mich jedoch, dass es momentan nicht mehr witergeht. Ein Umkehr scheint sich abzuzeichnen. Es wäre sicherlich von großem Interesse mal Ihre Meinung zu lesen, wann es mit der Preisdrückerei nicht mehr witergehen kann, also ca. ab wann wir die reellen Preise der Edelmetalle sehen werden. Mit freundlichen Grüßen:
Antworten - Kommentar von Erich Hinger (17.11. 2010 16:54 Uhr):
Sehr geehrter Herr Hahn, ....Fachkräftemangel: wenn dann noch das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung darlegt,dass von 2005 bis 2009 im Schnitt pro Jahr 40.000 Fach -und Führungskräfte die Bundesrepublik verlassen haben,weiß man, wo es lang geht! Viele Grüsse Ihr E.Hinger
Antworten - Kommentar von Gunter Schreyer (17.11. 2010 17:19 Uhr):
Da kann man nur mit einem Ausspruch von Frau Merkel antworten: Wir müssen die Sorgen der Menschen ernst nehmen www.cdu.de/archiv/2370_31790.htm
Antworten - Kommentar von Peter Treudler (17.11. 2010 18:08 Uhr):
Vielen Dank für Ihre immer interessanten Artikel. Schreiben Sie doch mal etwas über die Bilderberger. Wie stecken die hinter dem ganzen Schlamassel?
Antworten - Kommentar von Stefan (18.11. 2010 18:20 Uhr):
Schön wäre es, wenn diese Golddrückerei wenigstens einmal für ein paar Tage Erfolg hätte. Aber kaum ist der Goldpreis um vielleicht 50 Dollar gesunken, jagt er schon wieder nach oben. Und da physisches Gold nicht einfach mit einem Mausklick zu kaufen ist, macht das einen Einstieg enorm schwierig...
Antworten- Antwort von Alexander Hahn (19.11. 2010 13:44 Uhr):
Die richtige Geisteshaltung eines Investors. Sehr schön! Sie würden nicht glauben, wie viele Anleger Angst vor der Drückung haben, da sie fallende Kurse nicht verkraften. Mal sehen, was das Goldkartell noch drauf hat ;-) Beste Grüße Alexander Hahn
- Antwort von Alexander Hahn (19.11. 2010 13:44 Uhr):