Extrem hohe Verluste
Mr N. N. in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 10. März 2009, 07:30 Uhr
ENL5454
Liebe Leserin, lieber Leser!
Nun ist es also so weit. Die Bank of England hat als erste große Notenbank am vergangenen Donnerstag bekannt gegeben, ab dem 11.3. für 75 Milliarden Pfund mittel- bis langfristige (mindestens fünf, höchstens 25 Jahre Laufzeit) Staatsanleihen am Sekundärmarkt aufzukaufen. Gleichzeitig wurde der Leitzinssatz auf das historische Allzeittief von 0,5 Prozent gesenkt.
Übergang zu unkonventionellen Maßnahmen
Gleichzeitig sagte der Gouverneur der Bank of England, King, es sei unklar, wie lang diese unkonventionellen Maßnahmen angewandt werden müssen. Dadurch sollen Geldmengenwachstum und Kreditvergabe erhöht werden. Die EZB dagegen sprach sich zwar gegen eine Nullzinspolitik wie in den USA aus, schloß aber indes nicht mehr aus, zu einer quantitiativen Lockerung überzugehen. Laut EZB-Chef Trichet würden diverse Optionen geprüft.
Ja, liebe Leserin, lieber Leser, willkommen im Zeitalter der Staatsfinanzierung mittels Druckerpresse. Selbst Warren Buffett geht davon aus, dass als Nebenwirkung dieser Stimulierungspakete die Inflation schlimmer als in den siebziger Jahren werden könne.
Extrem hohe Verluste
Ob die diversen Krisenbekämpfungsmaßnahmen aber wirklich ausreichen werden, ist zu bezweifeln. Laut asiatischer Entwicklungsbank betragen die weltweiten krisenbedingten Vermögensverluste mittlerweile stolze 50 Billionen Dollar. Allein in Asien seien rund zehn Billionen Dollar verloren worden. Bank-Chef Kuroda sprach von der schlimmsten Krise seit der Großen Depression.
Überforderte Politik
Zweifelsohne hinterlassen die Verantwortlichen angesichts der Dramatik der Lage einen rat-, plan-, und hilflosen Eindruck. Es scheint fast so, als ob die Damen und Herren hoffnungslos überfordert sind. Hinzu kommt höchstwahrscheinlich auch, dass noch immer der Ernst der Lage völlig unterschätzt wird. Mit Blick auf die immens hohen Verluste erscheinen die diversen Konjunktur- und Rettungspakete wahrlich als Peanuts". Zu wenig, und viel zu spät.
Lange Rezession
Vor diesem Hintergrund bleibt am Ende des Tages kaum etwas anderes übrig, als sich auf eine lange, zähe und äußerst schmerzhafte Rezession - wenn nicht gar Depression - einzustellen. Insofern gilt es, sich auf ein konjunkturelles L vorzubereiten. Sprich, dem Absturz folgt keine Erholung.
Mit Blick auf den Vermögensschutz in der Krise stellt das gelbe Edelmetall nach wie vor den sicheren Hafen dar. Selbstverständlich neben Bargeld (auf das X auf dem Euro-Schein bitte achten), welches in deflationären Depressionszeiten neben dem gelben Edelmetall hoffentlich schlaflose Nächte verhindern wird.