Claus Vogt
Claus Vogt bezeichnet sich selber als „radikal-liberaler Denker“, der nie davor zurückschreckt, eine ganz klare Stellung zu beziehen. Nach seinem Studium der Betriebswirtschaftslehre in Frankfurt am Main hat der 44-jährige Chefredakteur der deutschen Ausgabe von Sicheres Geld mehrere Jahre als Financial Consultant und Finanzanalyst bei internationalen Großbanken gearbeitet. Seit dem Jahr 2000 ist Claus Vogt als Leiter Research bei der Berliner Effektenbank tätig.
Einem breiten Publikum wurde Claus Vogt als Co-Autor des Bestsellers „Das Greenspan Dossier. Wie die US-Notenbank das Weltwährungssystem gefährdet, oder: Inflation um jeden Preis“ bekannt. Gemeinsam mit dem bekannten Börsenkritiker Roland Leuschel rechnet er darin mit der ruinösen Geldpolitik des ehemaligen US-Notenbankchefs Greenspan und seines Nachfolgers Bernanke ab. Diese schonungslose Analyse und ernüchternde Zustandsbeschreibung der amerikanischen Wirtschaft stand wochenlang auf den Bestsellerlisten.
Kernaussage des Buches, die sich auch im Börsendienst Sicheres Geld immer wiederfindet: Die US-Notenbank ist keinesfalls die „Hüterin“ der US-Währung, sondern vielmehr die Verursacherin der größten Spekulationsblase aller Zeiten und Inflationsmotor schlechthin.
Claus Vogt warnt bereits seit vielen Jahren immer wieder eindringlich vor der drohenden Gefahr einer Finanzmarktkrise, die das Vermögen der Anleger bedroht – sämtliche Banken und Versicherungen könnten Pleite gehen und ganze Staaten zahlungsunfähig werden. Und selbst wenn Guthaben, Renten und Lebensversicherungen ausgezahlt werden können, könnten sie absolut nichts mehr wert sein, weil die Inflation die Kaufkraft gegen Null gesenkt haben könnte. Angesichts der Subprime-Krise sind das Prognosen von erschreckender Aktualität.
Wie sich die skrupellose Vernichtung von Vermögen auf den Einzelnen auswirkt, weiß Claus Vogt aus eigener Erfahrung. In seinem Buch erzählt er:
„ Mein Großvater betrieb eine kleine Sattlerei. Da er ein schwaches Herz hatte, war er darauf bedacht, seine Familie auch für den Fall seines möglicherweise frühen Todes versorgt zu wissen. Mit diesem Ziel vor Augen gelang es ihm, trotz schwieriger Zeiten eine beruhigende Summe zu sparen. Seine Vorahnung bewahrheitete sich: Im Alter von nur 54 Jahren erlag er seinem Herzleiden. Meine Großmutter, die an sparsames Wirtschaften gewohnt war, musste schließlich miterleben, wie der für ihre Verhältnisse stattliche Reichsmark-Betrag entwertet wurde. Bis weit in die sechziger Jahre hinein bewahrte meine Großmutter das Bündel wertloser Geldscheine in einem Schuhkarton in ihrem Kleiderschrank auf. Erst nach rund 25 Jahren (!) hatte sie ihre Enttäuschung so weit verkraftet, dass ich mit meinen Cousins damit spielen durfte.“
Die Mahnung zu vorsichtigem Handeln ist allerdings nur ein Aspekt der Arbeit von Claus Vogt. Mindestens genauso wichtig ist es ihm, auch auf die Chancen einer solchen Krise hinzuweisen. Denn: „Es wäre falsch, komplett aus dem Markt zu gehen. Anleger sollten auch weiterhin am Produktivvermögen beteiligt sein und einen kleinen Anteil an Aktien halten. Optimal ist eine gute Mischung aus physischem Gold, sehr sicheren Wertpapieren und ein gewisser Anteil an spekulativen Titeln, mit denen Sie von den zyklischen Auf- und Abschwüngen überproportional profitieren“, erklärt Claus Vogt.
In Sicheres Geld empfiehlt Claus Vogt ein Portfolio, welches zu 70 bis 80 Prozent aus besonders sicheren Investments wie zum Beispiel Geldmarktfonds, kurz laufenden Staatsanleihen und physischem Gold besteht, und zu 20 bis 30 Prozent aus Aktien. Dabei sollte der Aktienanteil aus etwa 20 Einzelpositionen bestehen, damit das Risiko breit gestreut ist.
Der Finanzspezialist ist für die Vielzahl seiner eingetroffenen Prognosen bekannt. So sagte Claus Vogt beispielsweise im März 2000 den steigenden Ölpreis voraus, im Februar 2001 empfahl er den Kauf von Gold- und Silberminen, bereits im März 2001 riet er zum Kauf von Gold und im Februar 2003 prognostizierte er den massiven Kursanstieg der Rohstoffe.
Claus Vogt ist seit 2006 Chefredakteur der deutschen Ausgabe von Sicheres Geld und des First Mover.