EUR/USD: wenigstens bremsen klappt noch!
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne
vom 1. März 2010, 17:30 Uhr
Der Euro verliert gegen den Dollar weiter an Wert. Die Gegenbewegung, die der europäischen Gemeinschaftswährung noch am Freitag ein positives Tagesergebnis einbrachte, ist schon wieder Vergangenheit.
Fast pips-genau wurde mein Kurs-Ziel beim Short-Szenario, welches durch den Bruch der 200er-Durchschnittslinie (lila Linie) - bei mir immer der exponentielle gleitende Durchschnitt - aktiviert wurde, angelaufen (Einstieg zu 1,3572). Doch fünf Pips fehlten zum Erreichen und so stieg ich etwas höher, als ich mir sicher war, dass der Euro erst einmal nicht tiefer laufen wird, aus der Short-Position aus (Ausführung zu 1,3513). Das Gaspedal konnten die bullisch eingestellten Marktteilnehmer heute zwar nicht finden, doch die Bremse wurde scheinbar rechtzeitig betätigt. Seitdem der Blickkontakt mit der 1,35er-Marke aufgenommen wurde, orientiert sich der Euro (gegen den Dollar) wieder etwas nach oben. Ich eröffnete daher bei 1,3514 eine Long-Position. Immerhin bis fast 1,3550 hielt die Gegenbewegung an, doch dann endete die stärkste Euro-Phase des europäisch geprägten Handels. Noch vor 16.00 Uhr beschloss ich diesen Trading-Tag zu beenden (Ausführung zu 1,3531).
Ergebnis: Gewinn 76 Pips
EUR/USD - 30-Minuten-Chart
EUR/USD: Die 200er-Durchschnittslinie (lila Linie) musste heute wieder an die Bären abgegeben werden, doch wenigsten hielt die 1,35er-Marke dem ersten Ansturm stand.
Tagesfazit: nur die Monats- oder Jahresperformance zählt
Mit den vorgestellten Trades erziele ich heute in etwa ein ausgeglichenes Tagesergebnis. Dieses ist aber unwichtig: Konzentrieren sie sich nicht auf einzelne Trades, sondern richten Sie Ihr Augenmerk auf die Monatsperformance (oder Jahresperformance). Daytrading ist zwar ein kurzfristig orientiertes Geschäft, doch falls jedem einzelnen Trade zu viel Aufmerksamkeit geschenkt wird, dann setzt Sie das womöglich zu sehr unter Druck. Nach einem Verlusttrade zittern schon vor der nächsten Orderaufgabe die Knie, was dazu führen kann, dass gute Einstiegschancen verpasst werden. Oder aber ignorieren Sie vorhandene Risiken nach einem tollen Geiwnn-Trade.
Bis morgen
Till Kleinlein
Chefredakteur CFX Trader Kolumne
ähnliche Beiträge:
- Dax - Einfach nicht zu bremsen
- FDax - Weitere Anzeichen einer Gegenbewegung
- Über Regelwidrigkeit und Psychofallen
- Wenigstens die Richtung stimmt
- EUR/USD – Da kommt noch ‘was runter
- Kosten und immer nur Kosten
- Die Schlacht gewinnen und den Krieg verlieren
- Abweichler bremsen den Aktienmarkt
- In England wird noch was geboten
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Walter Schiewe (01.03. 2010 18:22 Uhr):
Sehr geehrter Herr Kleinlein, Ihre Trade-Beschreibungen sind immer sehr aufschluß- und lehrreich! Doch manchmal, so wie heute, würde es den Informationsgehalt vermehren, wenn Sie nicht nur schreiben würden bei welchem Kurs Sie ein- oder ausgestiegen sind, sondern auch noch die Uhrzeit. Denn öfters geht der Kurs mehrmals am Tag über einen bestimmten Wert. Und ich frage mich dann: Wann war das jetzt? Es grüßt herzlich Walter Schiewe
Antworten

Artikel weiterempfehlen