EUR/USD: weiterhin unter Verkaufsdruck?
Miriam Kraus in Devisen-Monitor zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 14. Januar 2009, 11:00 Uhr
ENL5454
Liebe Leser,
der festere Ölpreis - dank der OPEC, die Überlegungen anstellt die Produktion weiter zu senken - und die leichte Erholung an den Aktienmärkten haben die zwischenzeitliche USD-Rallye erst einmal wieder gestoppt.
Dazu beigetragen hat sicher auch ein nach wie vor nicht glücklicher Ben Bernanke, der während einer gestrigen Rede wieder einmal zu Protokoll gab, dass man immer noch nicht genug getan habe. Weitere Finanzspritzen und Garantien sind notwendig geworden" so Bernanke um die Stabilität der Märkte zu garantieren und die Kreditmärkte zur Normalität zurückzuführen".
Hinzu kommen noch die für heute zur Veröffentlichung anstehenden US-Einzelhandelsdaten. Auch hier erwartet man einmal mehr sehr pessimistische Zahlen.
So stieg EUR/USD von seinem gestrigen Tief bei 1,3141 bis auf 1,3335 heute und notiert gegenwärtig bei 1,3211.
Euro unter Druck
Doch auch dem Euro werden nicht die besten Chancen eingeräumt. Der Konsens geht davon aus, dass die für heute zur Veröffentlichung anstehenden Wirtschaftsdaten aufzeigen werden, dass Europas industrielle Produktion den stärksten Rückgang seit 1993 aufweist. Einer Bloomberg-Umfrage zufolge geht man von einem Rückgang um 6,1% im November gegenüber dem Vorjahr aus. Dies wiederum unterstützt die Spekulationen auf eine weitere Zinssenkung durch die EZB um mindestens 50 Basispunkte.
Zumindest ist auch das Verkaufsinteresse am Euro hoch. Sollte EUR/USD die 1,3130 nach unten durchbrechen, könnte EUR/USD kurzfristig bis auf 1,3100 fallen.