EUR/USD: was für ein Pfund
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 17. Februar 2010, 08:30 Uhr
Ich hatte meine Brille doch eigentlich auf und selbst im Abendkommentar sprach ich die gute Long-Chance an: Es hatte sich eine Bullen-Flagge ausgebildet, die bei einem Bruch der oberen Flaggenbegrenzung ein zuverlässiges Einstiegssignal liefert. Doch hatte ich die Order für das Long-Szenario nicht im Markt belassen, denn ich war müde und wollte meinen Arbeitstag früh beenden. Die Rakete ging dann wirklich ab. Mit einer If-Done-Order hätte ich bei überschaubarem Risiko diese Chance auch in die Tat umsetzen können, da mit dieser Orderart mit dem Einstieg auch gleichzeitig eine Stopp-Order zur Verlustbegrenzung mitgeschickt wird.
Zwei Widerstände konnte der Euro gestern noch locker überwinden. Die 1,37er-Marke und den Widerstand bei 1,3740. Bei 1,3780 trudelt die Aufwärtsbewegung nun allmählich aus. Das Zwischenhoch bei 1,38 vom 11. Februar ist nun in Reichweite gerückt. Wird auch noch diese Hürde genommen, so gehe ich (leider verspätet) long. Bei 1,3840/50 kommt dann schon der nächste Widerstand in die Quere und irgendeiner muss dann doch auch die Erholungsrallye der europäischen Gemeinschaftswährung stoppen können!? Kostet der „geschundene" Euro-Bulle aber die gegenwärtige Situation weiter aus, dann könnte sich die Erholung noch bis zur 1,40er-Marke ausdehnen. Da sich auch die Indikatoren-Lage grundlegend geändert hat - z.B. hat sich im Stunden-Chart der RSI-Index vom überverkauften in den überkauften Extrembereich bewegt - haben Short-Einstiege an den Kurs-Barrieren gute Voraussetzungen auf Erfolg. Wird der Euro also an den genannten Widerständen abgewiesen oder aber fällt der Euro nach deren Überwinden wieder unter diese Marken zurück, eröffne ich Short-Positionen.
Schwächt sich der Euro (gegen den Dollar) heute ab, bin ich bereit, an der 1,37er-Marke aktiv zu werden. Geben die Euro-Bullen dort wieder Gas, so gehe ich long. Taucht er hingegen unter die runde Kurs-Marke ab, eröffne ich eine Short-Position.
EUR/USD - 30-Minuten-Chart
EUR/USD: Nach dem eher lethargischen Wochenauftakt explodierte der Euro gestern doch noch.
Wirtschaftsdaten
(darauf sollten Sie heute achten)
11:00 EWU: Handelsbilanzsaldo Dezember
11:00 EWU: Produktion im Baugewerbe Dezember
13:00 US: MBA Hypothekenanträge (Vorwoche)
14:30 US: Importpreise Januar m/m
Prognose: 0.9
14:30 US: Baubeginne Januar in Tsd.
Prognose: 580; zuletzt: 557
14:30 US: Baugenehmigungen Januar in Tsd.
Prognose: 616; zuletzt: 653
15:15 US: Kapazitätsauslastung Januar
Prognose: 72.6; zuletzt: 72
15:15 US: Industrieproduktion Januar m/m
Prognose: 0.7; zuletzt: 0.6
16:35 US Öllagerbestände API und EIA
20:00 US: FOMC Sitzungsprotokoll
20:00 US: Staatshaushalt Januar
22:05 Hewlett-Packard (1,06) Quartalszahlen
Bei den Angaben zu den Unternehmenszahlen stehen die Analystenschätzung für einen Gewinn oder Verlust je Aktie in Klammern.
Soviel zur heutigen Vorbereitung. Jetzt gilt es die Eröffnung mit Spannung abzuwarten. Allen Lesern wünsche ich viel Glück.
Einen erfolgreichen Handelstag wünscht Ihnen
Till Kleinlein
Chefredakteur CFX Trader Kolumne
