EUR/USD: warten auf US-Arbeitsmarktbericht
Miriam Kraus in Devisen-Monitor zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 3. September 2010, 12:00 Uhr
ENL5454
Einmal mehr warten die FX-Märkten auf den für heute zur Veröffentlichung anstehenden US-Arbeitsmarktbericht. Ein Grund mehr, warum die Aufwärtsdynamik vom Mittwoch erst einmal eine Pause eingelegt hat und EUR/USD erst einmal zwischen 1,2800 und 1,2850 handelt.
US-Daten
Obwohl gestern gar nicht mal so üble US-Daten veröffentlicht wurden (Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe von 473.000 in der Vorwoche auf 472.000 gefallen, erwartet wurde ein Anstieg auf 474.000; Industrieaufträge im Juli + 0,1%, nach -1,2% im Vormonat, erwartet wurde aber ein Anstieg auf + 0,2%; anstehende Häuserverkäufe + 5,2% im Juli nach -2,6% im Vormonat, erwartet wurde -0,9%, allerdings wirken hier nach wie vor die Steuererleichterungen mit ein) gönnten sich die Märkte erst einmal eine Verschnaufpause um sich auf den heutigen wichtigen Arbeitsmarktbericht vorzubereiten.
Europa
Die europäischen Daten vielen dagegen - wie nun aber üblich - viel besser aus, was erstmal aber auch kein großes Interesse geweckt hat. Nach ersten Schätzungen ist das BIP in Europa im 2. Quartal um 1% gewachsen, nach 0,2% im Vorquartal. Außerdem will die EZB noch mindestens bis Ende Januar Liquidität bereit stellen.
US-Arbeitsmarktbericht
Obwohl zwar die US-Erstanträge etwas besser als erwartet ausgefallen sind (man darf allerdings nicht vergessen, es handelt sich hierbei nur um wöchentliche Zahlen), weist der ADP-Arbeitsmarktbericht vom Beginn der Woche doch auf kein allzu positives Ergebnis heute hin. Doch US-Daten sind ja bisweilen ganz gerne für Überraschungen gut (auch wenn sie später bisweilen ganz gerne deutlich revidiert werden).
Erwartet wird momentan ein Beschäftigungsrückgang um 105.000 im August und ein Anstieg der Arbeitslosenquote auf 9,6%.
Schwache Daten könnten kurzzeitig den Euro unterstützen, hernach aber erneut die generelle Stimmung deutlich drücken und wieder Druck auf Aktienmärkte und Einheitswährung ausüben. Allerdings kommt es natürlich auch sehr auf das Überraschungspotenzial an.
Aktuell notiert EUR/USD bei 1,2848. Die Marke um 1,2850/56 erweist sich als erste große Widerstandszone, die es nachhaltig zu überwinden gilt, die nächsten Widerstände liegen dann bei 1,2900 und 1,2930. Gibt es schließlich Druck auf den Euro, dann erweist sich die 1,2800 als erste Unterstützung, gefolgt von 1,2775/78, 1,2735, 1,2670 und schließlich 1,2590 als weitere wichtige Unterstützungszonen.
Deutlichere Reaktionen dürften wohl eher bei USD/CHF und USD/JPY zu erwarten sein!
EUR/USD (30 Minuten)
Quelle: CFX-Trader
