EUR/USD: unglücklich ausgestoppt
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne
vom 10. März 2010, 17:30 Uhr
Als heute morgen der Übergang vom asiatisch zum europäisch geprägten Handel vollzogen wurde, ging es mit der europäischen Gemeinschaftswährung erst einmal abwärts. Dabei wurde die Unterstützungszone bei 1,3585/80 Punkten nach unten verlassen und damit meine Short-Order ausgeführt (zu 1,3575). Zügig ging es mit dem Euro weiter abwärts. Nur wenige Pips vor meinem heute morgen geäußerten Kurs-Ziel, dem gestrigen Tagestief, drehte der Euro aber wieder nach oben ab. Daraufhin realisierte ich meinen verbliebenen Gewinn (Ausführung zu 1,3556).
Die Euro-Anhänger drückten nun mächtig aufs Gas. Erst wurde die Kurs-Zone um 1,3580/85 zurückerobert, dann gelang sogar noch der Sprung über die 200er-Durchschnittslinie (lila Linie). Diese hatte in den 24-Stunden zuvor zweimal die Euro-Bullen in Schach halten können. Zur Mittagszeit gelang dann aber im dritten Anlauf der Bruch der Durchschnittslinie. Ich ging daraufhin bei 1,3613 long. Recht bald nach meiner Positionseröffnung tauchte dann der Euro kurz unter die 1,36er-Marke ab. Knapp darunter hatte ich meinen Stopp gesetzt, der dann auch greifen musste (zu 1,3597). Schade, denn mittlerweile notiert die europäische Einheitswährung wieder klar über der 1,36er-Marke. Aber so ist das eben: Manchmal wird man unglücklich ausgestoppt und manchmal hat man eben das nötige Glück.
Ergebnis: Gewinn 3 Pips
EUR/USD - 30-Minuten-Chart
EUR/USD: Kurz vor dem Erreichen des gestrigen Tagestiefs bekamen die Euro-Bullen noch die Kurve.
Tagesfazit: schwieriger Monat
Bislang gestaltet sich der Börsenmonat sehr schwierig. Die Trading-Ideen für den Dax zünden einfach nicht. Obwohl ich mir täglich vornehme, unvoreingenommen auf den Dax-Chart zu blicken und nur diesen als Grundlage meiner Ideen heranzuziehen, so ertappe ich mich regelmäßig, zu sehr auf Bauch und Hirn zu hören. Aussprüche wie „das gibt es nicht, jetzt steigt das Pelztier noch weiter" belegen dies. Ich muss wieder neutraler an die Sache herangehen. Bei meinen Devisentrades gelingt es mir doch auch!
Bis morgen
Till Kleinlein
Chefredakteur CFX Trader Kolumne

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