EUR/USD: super-bärisch geht es weiter
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 20. Januar 2010, 17:30 Uhr
Die europäische Gemeinschaftswährung befindet sich weiter im Hintertreffen. Der Dollar wertet weiter auf. Die Stabilisierungsversuche sind einfach zu erbärmlich: Keine starken Gegenbewegungen, sondern allenfalls ausgedehnte Seitwärtsbewegungen folgen auf starke Abschläge. Immer nur die Ruhe vor dem nächsten Sturm! Auf fundamentale Nackenschläge, wie beispielsweise die berechtige Sorge um die Finanzen Griechenlands oder enttäuschende ZEW-Konjunkturdaten, folgen charttechnische Niederlagen.
Heute musste der nächste Unterstützungsbereich dran glauben. Es ging ohne großes Aufhebens auch unter das Kurs-Niveau, welches noch im vergangenen Frühherbst Halt nach einer kurzen Schwächephase bot. Als es unter 1,4150 ging eröffnete ich eine Short-Position (zu 1,4146). Die aktuelle Phase ist derart bärisch zu werten, dass ich auch für die nächsten Wochen mit weiteren Kursverlusten rechne. Das Erreichen der 1,40er-Marke scheint auf absehbare Zeit nun abgemachte Sache zu sein. Erst ein Anstieg über 1,4320 hebt die „super-bärische" Haltung auf.
Ich bleibe short investiert und gebe dem Trade ausnahmsweise mehr Luft und Zeit zur Entfaltung. Die Short-Position ist knapp oberhalb der 1,42er-Marke bzw. über dem morgendlichen Zwischenhoch abgesichert.
Ergebnis: offener Trade
(Short-Einstieg zu 1,4146)
EUR/USD - 30-Minuten-Chart
EUR/USD: Noch ist kein Ende der Talfahrt der europäischen Gemeinschaftswährung abzusehen. Sowohl fundamental als auch charttechnisch gibt es keine Gründe für ein baldiges Ende der Abwertung.
