EUR/USD: Ober sticht Unter
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 11. März 2011, 08:30 Uhr
Eigentlich unglaublich, dass der Euro weiter gegen den Dollar verliert. Die US-Konjunkturdaten gestern waren schließlich extrem schlecht ausgefallen. Doch Ober sticht Unter: Die europäische Schuldenkrise spielt gegenwärtig die größere Rolle. Gestern traf es Spanien, deren Kreditwürdigkeit herabgestuft wurde.
Nach dem kurzen Ausflug unter die 1,38er-Marke, konnte diese in den letzten Stunden zwar wieder zurückerobert werden, doch aktuell kämpfen die Euro-Bullen schon wieder mit ihr. Der abwärts gerichtete Wochentrend ist weiter intakt und wird erst gebrochen, wenn neben der roten Trendlinie auch noch der horizontale Widerstand bei 1,3860 gebrochen werden kann - dieses Ereignis würde mich dann auch long gehen lassen. Ein schneller Anstieg bis 1,39 oder 1,3910/15 wäre dann die Folge. Können auch diese Widerstände aus dem Weg geräumt werden, ist auf Tagessicht das Erreichen der Kurszone um 1,3940 denkbar.
Muss der Euro nach zuvor deutlich höheren Notierungen wieder unter die 1,39er-Marke abtauchen, eröffne ich eine Short-Position. Außerdem, wenn er nach dem Kontakt mit der roten Trendlinie und/oder der Kurshürde bei 1,3860 zurückschreckt.
Taucht die europäische Gemeinschaftswährung erneut ab, und fällt unter das gestrige Tief bei 1,3774, dann nehme ich das bärische Signal auf und gehe short. Berappelt sich der Euro aber unterhalb der 1,38er-Marke, und gelingt anschließend die Rückeroberung der runden Kursmarke, so gehe ich long.
Was bleibt, ist meine sehr vorsichtige Vorgehensweise, die mich bereits nach sehr kurzer Zeit Teilgewinne mitnehmen lässt. Wie schon erwähnt: Hauptziel ist derzeit, dass Konto stabil zu halten.
Gestriges Ergebnis: Gewinn 5 Pips
EUR/USD - 30-Minuten-Chart - CFX Trader
EUR/USD: Der Wochentrend zeigt klar nach unten.
Wirtschaftsdaten
(darauf sollten Sie heute achten)
08:00 DE: Destatis, Verbraucherpreise Februar
Prognose: +0,5% gg. Vm.; zuvor: -0,4% gg. Vm.
08:00 DE: Destatis, Arbeitskostenindex 4Q
08:00 DE: Destatis, Großhandelspreise Februar
10:30 UK: Erzeugerpreise Februar Output-Basis
Prognose: +0,6% gg. Vm.; zuvor: +1,0% gg. Vm.
14:30 US: Einzelhandelsumsatz Februar
Prognose: +1,2% gg. Vm.; zuvor: +0,3% gg. Vm.
14:30 US: Queens Chamber of Commerce, Rede von Dudley, President der Federal Reserve Bank of New York, zu den Wirtschaftsaussichten
15:55 US: Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan März
Prognose: 76,0; zuvor: 77,5
16:00 US: Lagerbestände Januar
Prognose: +0,8% gg. Vm.; zuvor: +0,8% gg. Vm.
Soviel zur heutigen Vorbereitung. Jetzt gilt es die Eröffnung mit Spannung abzuwarten. Allen Lesern wünsche ich viel Glück.
Einen erfolgreichen Handelstag wünscht Ihnen
Till Kleinlein
Chefredakteur CFX Trader Kolumne
