EUR/USD: Monokultur auch beim Traden nicht zu empfehlen
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 14. Dezember 2010, 08:30 Uhr
Während ich handelte, konnte der Euro drei schwere Widerstände überspringen. Später gelang dann sogar noch der Sprung über die vierte Hürde bei 1,34, dem Maximal-Ziel, welches ich gestern beim Bullen-Szenario ausrief. Ich hatte jeweils Long-Einstiege angebracht, als die Hindernisse nach oben durchbrochen werden konnten (erst die rote Abwärtstrendlinie, dann der Widerstand bei 1,3279, dann bei 1,3320). Während ich diesen Monat beim Dax-Trading keinen Fuß auf den Boden bekomme, läuft es beim Währungspaar EUR/USD derzeit sehr gut. Dies ist auch der Grund, warum ich mich nicht auf ein Handelsinstrument (oder eine Asset-Klasse) beschränke. Schwache Phasen beim einen, werden vom anderen ausgeglichen - so ist zumindest die Theorie; natürlich kann es sein, dass sich kurzfristig eine Verlustphase auch mal über alle Handelsinstrumente ausdehnt. Doch wie auch in der Landwirtschaft ist die Monokultur eben auch beim Trading ein riskantes Geschäft.
Der Euro findet sich heute morgen knapp unterhalb der 1,34er-Marke wieder. Gelingt die Rückeroberung, kaufe ich den Euro. Ziel ist dann der Widerstand bei 1,3440/45 - auf diesem Kurs-Niveau gab es in der jüngsten Vergangenheit Zwischen-Tiefs und -Hochs. Dort angekommen nehme ich Gewinne mit, es sei denn, die Hürde wird sofort übersprungen. In diesem Fall, oder wenn der Sprung zu einem späteren Zeitpunkt erfolgt, sollte es auf Tagesbasis noch bis 1,3470 gehen. Hier verläuft der 50er-Fibonacci-Level (ausgehend vom November-Hoch und -Tief.
Bei Short-Einstiegen bin ich vorsichtig, denn die gestrige Ansage der Euro-Bullen war unüberhörbar. Wird das Tageslimit bei 1,3470 erreicht, und geht den Bullen dort die Puste aus, wage ich einen kleinen Short-Einstieg. Ebenso, wenn nach deutlich höheren Notierungen die 1,34er-Marke wieder nach unten verlassen wird. Ansonsten blicke ich noch auf die 38er-Durchschnittslinie (blaue Linie). Kann hier eine Schwächephase beendet werden, gehe ich long - oder wenn nach deutlich tieferen Notierungen die 1,34er-Marke zurückerobert wird. Muss die Durchschnittslinie aber an die Bären abgetreten werden, gehe ich short mit Kurs-Ziel 1,3320.
Gestriges Ergebnis: 130 Pips
Eilmeldung: Mit der Rückeroberung der 1,34er-Marke bin ich schon sehr zeitig long gegangen - zu 1,3405.
EUR/USD - 30-Minuten-Chart - CFX Trader
EUR/USD: Der Euro sprang gestern forsch nach oben.
Wirtschaftsdaten
(darauf sollten Sie heute achten)
10:30 DE: ifo Institut für Wirtschaftsforschung, Konjunkturprognose
11:00 DE: ZEW, Index Konjunkturerwartungen Dezember
Prognose: +4,0 Punkte; zuletzt: +1,8 Punkte
11:00 EWU: Industrieproduktion Oktober Eurozone
Prognose: +1,3% gg. Vm.;zuletzt: -0,9% gg. Vm.
14:30 US: Einzelhandelsumsatz November
Prognose: +0,5% gg. Vm.; zuletzt: +1,2% gg. Vm.
14:30 US: Erzeugerpreise November
Prognose: +0,6% gg. Vm.; zuletzt: +0,4% gg. Vm.
16:00 US: Lagerbestände Oktober
Prognose: +1,0% gg. Vm.; zuletzt: +0,9% gg. Vm.
20:15 FED Zinsentscheidung
Prognose: unverändert
22:00 US: ABC/Washington Post Verbrauchervertrauen
Soviel zur heutigen Vorbereitung. Jetzt gilt es die Eröffnung mit Spannung abzuwarten. Allen Lesern wünsche ich viel Glück.
Einen erfolgreichen Handelstag wünscht Ihnen
Till Kleinlein
Chefredakteur CFX Trader Kolumne
