EUR/USD: Korrekturbewegung hat eingesetzt
Till Kleinlein in Devisen-Monitor zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 12. Juli 2010, 12:00 Uhr
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die Fußball-Weltmeisterschaft ist vorbei. Mit Spanien wurde ein würdiger Nachfolger für Italien gefunden. Die Ablenkung „Fußball", die an manch langweiligen Börsentag sehr willkommen war, fehlt nun. Ob das nervige Tröten der Vuvzelas, oder Krake Paul, das neue Idol aller Sport-Tipper, bald werden sie vergessen sein. Die Tröten meiner Kinder habe ich jedenfalls schon verschwinden lassen.
Was weiter anhält, ist das Hitzewetter hierzulande. Auch an den Börsen könnte nun eine heiße Phase anbrechen. Der Aluminiumkonzern Alcoa.präsentiert heute nachbörslich seine Zahlen und eröffnet damit die neue Berichtssaison, die, da sind sich die Marktteilnehmer einig, nicht enttäuschen sollte. Die Unternehmen müssen jetzt beweisen, dass sie auch ohne Kostensenkungsmaßnahmen die positive Tendenz der vergangenen Berichtsperioden weiter fortsetzen können. Dies wird nur mit höheren Umsätzen funktionieren, und die müssen schließlich irgendwoher kommen. Vielleicht erinnern Sie sich noch an meinen leicht negativen Ausblick für diese Börsenjahr? Im Vorfeld der Berichtsaison sind die Marktteilnehmer jedenfalls zuversichtlich. Teils starke Gewinnanstiege werden erwartet.
EUR/USD: Korrekturbewegung hat eingesetzt
Beim gestrigen WM-Finale, gab es zwar bis zum regulären Ende der Spielzeit keinen Gewinner, doch eine Mannschaft war dennoch überlegen. Ähnlich gestaltete es sich am vergangenen Freitag mit meinen beiden Trades. Der zweite Trade, der einen Gewinn einbrachte, überwog klar dem anderen Trade. Möglich war dies durch die so einfache, aber teils schwer umsetzbare Trading-Regel „Verluste begrenzen und Gewinne laufen lassen". Am Freitag setzte eine Korrekturbewegung ein, nachdem kurzzeitig die 1,27er-Marke überwunden werden konnte.
Heute morgen hat der Euro Probleme, die 1,26er-Marke zu halten. Fällt er auch unter das heutige Tagestief aus dem asiatisch geprägten Handel, gehe ich short. Dann sollte es bis auf 1,2565 abwärts gehen, der nächsten Unterstützungszone. Berappelt sich hier die europäische Gemeinschaftswährung, löse ich Short-Positionen auf und gehe long. Gibt es dort angekommen keine Anzeichen für eine Kurs-Erholung, bleibe ich aber short investiert und nehme dann die 1,25er-Marke ins Visier.
Auf der Oberseite orientiere ich mich an der 38er-Durchschnittslinie (blaue Linie). Wird diese zurückerobert, eröffne ich eine Long-Position. Dann sind 1,2660 und 1,2675 die nahen Ziele, die erreicht und überwunden werden müssen. Scheitern die Euro-Bullen bereits an der 38er-Durchschnittslinie oder aber bei 1,2675, beende ich etwaige Long-Trades und gehe short. Ebenso short ist angesagt, wenn nach deutlich höheren Notierungen der Euro wieder unter die 38er-Linie gedrückt wird.
Gestriges Ergebnis: Gewinn 28 Pips
EUR/USD - 30-Minuten-Chart
EUR/USD: Die am Freitag begonnene Korrekturbewegung hält weiter an.
Wirtschaftsdaten
(darauf sollten Sie heute achten)
10:00: EU; EZB Langfristzinsstatistik
10:00: EU; EZB 3-Monats-Zinssätze Juni
15:30: EU; EZB Ankündigung Haupt-Refi-Tender
17:00: US; Ankündigung 4-wöchiger Bills
17:30: US; Auktion 3- und 6-monatiger Bills
Soviel zur heutigen Vorbereitung. Jetzt gilt es die Eröffnung mit Spannung abzuwarten. Allen Lesern wünsche ich viel Glück.
Eine erfolgreiche Handelswoche wünscht Ihnen
Till Kleinlein
Chefredakteur CFX Trader Kolumne
