EUR/USD - Konjunkturentwicklung überwiegt
Sven Weisenhaus in Wave Daily zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 1. Februar 2012, 13:00 Uhr
ENL5454
bislang hatte ich für den EUR/USD-Wechselkurs immer eher eine Seitwärtsbewegung gesehen, da die Verschuldungssituation in beiden Regionen (Europa und USA) vergleichbar war. Inzwischen muss man aber wohl dem US-Dollar einen leichten Vorteil gegenüber dem Euro einräumen, da hier die Konjunktur einfach eindeutig besser läuft.
Konjunkturentwicklung überwiegt
Noch am Ende der letzten Analyse hatte ich genau auf diesen Umstand hingewiesen und auf die Analyse der Konjunkturdaten am darauf folgenden Tag verwiesen. Nun liegt die letzte Analyse des EUR/USD-Währungspaars inzwischen schon anderthalb Monate zurück und ich hatte Ihnen in diesem Zeitraum eine Menge Konjunkturdaten präsentiert. Sie können sich also als regelmäßiger Leser des Wave Daily vielleicht vorstellen, welcher Währung der beiden ich derzeit die größeren Chancen für Kursgewinne einräume.
Seitwärtsbewegung noch aktuell?
Als obere und untere Begrenzung der oben angesprochenen Seitwärtsrange hatte ich 1,39 und 1,31 EUR/USD angegeben, wobei die Marken nicht punktgenau zu verstehen waren. Insbesondere, da im unteren Bereich der potentiellen Seitwärtsrange "auf verschiedenen Kursleveln Unterstützungen liegen, die bis auf ca. 1,285 herunter reichen. Spätestens hier sollten die Kurse also eine Gegenbewegung einschlagen." So lautete es in der letzten Analyse am 19. Dezember.
Werfen wir nun also einen Blick auf die aktuelle charttechnische Situation und wie sich die Währungen seit der letzten Analyse entwickelt haben.
EUR/USD - Gegenbewegung oder Trendwende?
Mit Blick auf den folgenden Chart ist leicht erkennbar, dass weder die ursprünglich anvisierte Unterstützung bei 1,31 noch die bei 1,285 gehalten hat. Innerhalb des seit Mai 2011 gültigen Abwärtstrends hatte sich ein Abwärtstrendkanal gebildet, dessen Tief sogar bei 1,262 lag.
(Quelle: CFX-Broker) EUR/USD, Candlestick-Chart, Tageskerzen
Dieser wurde jedoch kürzlich gebrochen, womit die von mir erwartete Gegenbewegung startete. Doch handelt es sich damit nun um eine Gegenbewegung oder vielleicht im Rahmen der Seitwärtsrange sogar um eine Trendwende?
Kurzfristiger Chart nicht ausreichend
Schon im Bereich von 1,323 EUR/USD ging dem Wechselkurs die Puste aus, was jedoch nichts mit den Abwärtstrendlinien vom Mai-Abwärtstrend zu tun hat, die ich erst nachträglich an dieses Niveau angelegt habe. Der Erkenntnisgewinn aus dem kurzfristigen Chartverlauf ist bislang eher gering, da man aus diesem Chart nur feststellen kann, dass formell noch ein lupenreiner Abwärtstrend vorliegt. Wirklich wichtige markante Chartmarken lassen sich hier nicht erkennen.
Leider muss ich mich heute kürzer fassen (ich kämpfe seit gestern mit grippalen Symptomen). Daher setze ich die Analyse Morgen fort.
Bis dahin wünsche ich Ihnen gute Gewinne
Sven Weisenhaus