Miriam Kraus ist eine gesuchte freiberufliche Finanzanalystin, deren besondere Kennzeichen die hartnäckige Recherche und ein Gespür für wesentliche Aspekte sind.
Miriam Kraus in Devisen-Monitor zum Thema Devisen
vom
Der US-Dollar hat deutlich abgegeben gegenüber Euro nachdem steigende Aktienmärkte und das Unvermögen der US-amerikanischen Zentralbank FED die Zinsen bald zu erhöhen, Unterstützung bieten.
Wieder hohe Risikofreude
Japan verzeichnet einen starken Auftragseingang im Maschinenbau. Die Auftragseingänge stiegen im September um 10,5%. Der Konsens hatte nur ein Wachstum von 4,1% prognostiziert. Für das gesamte 4.Quartal wird nun ein Wachstum von 1,0% erwartet.
Und auch aus China wurden erwartungsgemäß erneut starke Konjunkturdaten vermeldet. So wuchs die Industrieproduktion im Oktober um 16,1% gegenüber dem Vorjahr. Das bedeutet, dass die chinesische Industrie wieder genauso stark wächst wie vor Beginn der weltweiten Wirtschaftskrise. Die Einzelhandelsumsätze stiegen um 16,2% im Oktober. Der Konsens hatte nur ein Wachstum in Höhe von 15,7% erwartet.
Derartig positive Meldungen unterstützen natürlich die Risikofreude und damit auch die Risikomärkte. Aktienmärkte und Rohstoffpreise steigen, während der USD erwartungsgemäß weiter unter Druck gerät.
US-Leitzinsen bleiben vorerst auf Nullniveau
Doch die positiven Wirtschaftsdaten aus Asien sind nicht der einzige Faktor, welcher Druck auf die US-Währung ausübt. Hinzu kommt nach wie vor die Fortsetzung der Nullzinspolitik in den USA.
Die verheerende Situation am US-Arbeitsmarkt und die nach wie vor nur langsame Erholung von der tiefsten Rezession seit den 30er Jahren, lassen dem FED nach wie vor keinen Spielraum für eine baldige und rasche Zinsanhebung.
Diese inflationäre Politik übt erwartungsgemäß weiteren Druck auf die US-Währung aus.
EUR/USD der in den letzten beiden Tagen in einer Seitwärtsbewegung um 1,50er Marke gefangen war ist heute nach oben ausgebrochen, hat mittlerweile die starke Widerstandszone bei 1,5020 überwunden und notierte kurzzeitig bei 1,5041. Damit ist das Jahreshoch bei 1,5062 nicht mehr allzu weit entfernt. Sollte das Jahreshoch, trotz des eher dünneren Handels aufgrund des Feiertages in den USA, durchbrochen werden, könnte sich der Aufwärtstrend weiter fortsetzen. Das nächste Ziel liegt dann bei 1,5214. EUR/USD notiert aktuell bei 1,5029.
Quelle: CFX-Broker
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