EUR/USD in Range / AUD und NZD steigen
Miriam Kraus in Devisen-Monitor zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 10. März 2010, 12:00 Uhr
ENL5462
Das Griechenland-Thema scheint den Markt schon wieder zu langweilen und andere Faktoren treten verstärkt in den Fokus der Marktteilnehmer.
Nachdem Griechenland in der vergangenen Woche eine relativ erfolgreiche Platzierung seiner 10-jährigen Bonds vornehmen konnte, hat sich das Stimmungsumfeld wieder verbessert. Heute gab sogar der frühere EU-Kommissions-Präsident Romano Prodi in einem Interview in Shnghai an, er glaube die Probleme Griechenlands seien mittlerweile vom Tisch. Auch anderswo sieht er keine Probleme und glaubt nicht, dass das Euro-System Gefahr liefe zu kollabieren.
Nun ja, dass Griechenland zwar einen enorm hohen Preis für die Ausgabe seiner Staatsanleihen bezahlen muss und damit noch weit entfernt von einer normalen Kreditaufnahme ist, scheint aktuell wenigstens keinen mehr zu interessieren.
Dagegen unterstützen wenigstens chinesische Daten die gute Stimmung
Wie die chinesischen Zollbehörden berichten, sind die Exporte um 45,7 % gestiegen gegenüber dem Vorjahr. Das entspricht dem dritten monatlichen Anstieg in Folge und ist der stärkste Anstieg seit Februar 2007. Analysten hatten zuvor nur einen Anstieg in Höhe von 38,3% erwartet.
So können die Rohstoffwährungen AUD und NZD erneut einen deutlichen Anstieg begründen.
AUD/USD stieg von 0,9060 gestern bis über 0,9160 heute und notiert aktuell bei 0,9158. Der nächste Widerstand ergibt sich bei 0,9172 und hernach 0,9213. Unterstützung findet das Währungspaar bei 0,9140 und 0,9130. Ein Bruch der Unterstützung bei 0,9130 könnte einen zwischenzeitlichen Rücksetzer in Richtung der 0,9100 und 0,9050 nach sich ziehen.
Quelle: CFX-Broker
NZD/USD stieg von 0,6965 gestern bis auf 0,7073 heute und notiert aktuell bei 0,7066 . Widerstand ergibt sich bei 0,7081 und 0,7132. Sollte der Widerstand bei 0,7081 gebrochen werden, dürfte zunächst der Weg bis über die Marke bei 0,71 offen sein. Unterstützung findet sich bei 0,7035 und 0,7016.
Quelle: CFX-Broker
EUR/USD in Range
Während JPY im risikofreudigeren Umfeld folgerichtig abgeben muss, kann der Euro trotz der leicht verbesserten Stimmung nicht wirklich profitieren und verharrt in seiner Range zwischen 1,3445 und 1,3700.
Schwache Daten aus Deutschland verhindern einen deutlichen Anstieg. Wie das Statistische Bundesamt berichtet sind die Exporte im Januar unerwartet um 6,3% gesunken gegenüber dem Vormonat. Analysten waren zuvor von einem Anstieg in Höhe von 0,5% ausgegangen.
EUR/USD notiert aktuell bei 1,3606. Der nächste starke Widerstand ergibt sich bei 1,3650. Unterstützung bietet der Bereich um 1,3590/85. Sollte dieser Bereich nach unten verlassen werden und ebenso die nächste Unterstützung bei 1,3552 unterschritten werden, dürfte das nächste Ziel bei 1,3500/1,3495 liegen.
Quelle: CFX-Broker
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