EUR/USD in Konsolidierungsphase
Miriam Kraus in Devisen-Monitor zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 27. Oktober 2010, 12:00 Uhr
ENL5454
Der Euro schwächelt gegenüber dem US-Dollar, zeigt sich aber nach wie vor fest gegenüber dem Schweizer Franken und relativ stabil gegenüber dem japanischen Yen. Bislang gehe ich dementsprechend zunächst von einer Konsolidierungsphase im EUR/USD aus.
US-Daten und QE-2-Überlegungen
Nachdem der G-20-Gipfel nichts Nennenswertes gebracht hat, überraschen die USA zu Beginn der Woche mit etwas positiveren Konjunkturdaten, welche als leicht unterstützend für die US-Währung gelten dürfen und Überlegungen hinsichtlich möglicherweise geringer als erwartet ausfallender QE-2-Maßnahmen schüren. (Grundsätzlich wird allerdings nach wie vor erwartet, dass die FED auf ihrer nächsten Sitzung im November weitere Anleihenkäufe beschließen wird. Nur das Volumen gibt aktuell offenbar Anlass zur Spekulation.)
Die US-Wirtschaftsdaten zu Beginn der Woche erweisen sich zwar nicht als übermäßig hervorragend, aber immerhin positiver als erwartet. So ist das Verbrauchervertrauen in den USA im Oktober gestiegen. Der entsprechende Index des Conference Board stieg auf 50,2 Punkte von 48,5 Punkten im Vormonat. Der Richmond Manufacturing Index weist für Oktober einen Stand von 5 Punkten auf, nach -2 im Vormonat. Die Anzahl der verkaufen bestehenden Häuser ist laut National Association of Realtors im September um 10% gegenüber dem Vormonat gestiegen. Allerdings ergibt sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Minus von 19%.
Wie gesagt, das reicht nicht aus, um die grundsätzlichen Erwartungen eines QE-2-Pakets zu revidieren, aber immerhin um die Erwartungen hinsichtlich des Volumens zu dämpfen. Man wird sehen, was die FED am kommenden Mittwoch zu verkünden haben wird...
Alles in allem reicht das, um den US-Dollar seit gestern wieder etwas anzutreiben. Der US-Dollar-Index kann gestern um 0,8% zulegen und heute bereits um 0,5%. EUR/USD der am Montag in der Spitze noch bei 1,4079 handelte, gab daraufhin deutlich nach und notierte heute Morgen im Tief bei 1,3769. Aktuell notiert EUR/USD bei 1,3833. Ein Bruch des Unterstützungsbereichs bei 1,3765/70 könnte einen weiteren Rückgang in Richtung 1,3695/1,3700 nach sich ziehen. Doch erst ein Bruch des wichtigen Unterstützungsbereichs um 1,3640 würde das übergeordnete Bild ändern und die Konsolidierungsphase in eine handfeste Korrektur münden lassen. Widerstände ergeben sich im Bereich um 1,3900, 1,3950 und übergeordnet bei 1,4010, 1,4050 und 1,4080.
EUR/USD (30 Minuten)
Quelle: CFX-Trader
