Miriam Kraus ist eine gesuchte freiberufliche Finanzanalystin, deren besondere Kennzeichen die hartnäckige Recherche und ein Gespür für wesentliche Aspekte sind.
Miriam Kraus in Devisen-Monitor zum Thema Devisen
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EUR/USD, gestern in früher Konsolidierungslaune, erhält heute frische Aufwärtsimpulse durch überraschend positiv ausgefallene ifo-Daten zum deutschen Geschäftsklima.
Ifo-Daten
Wie das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung heute mitteilte hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft im September überraschend weiter verbessert. Der entsprechende ifo-Geschäftsklimaindex weist einen Anstieg um 0,1 Punkte gegenüber August auf 106,8 Punkte aus. Erwartet worden war zuvor allerdings ein Rückgang auf 106,2 Punkte.
Genug um EUR/USD, der noch in den frühen Morgenstunden ein Tief bei 1,3285 markierte, wieder über die 1,34er Marke zu schieben.
Zentralbanken im Krisenmodus
Während die Bank of Japan sich bereits im Interventionsmodus befindet (heute kletterte USD/JPY kurzfristig von unter 84,60 bis auf 85,37 in der Spitze, nachdem Spekulationen in Bezug auf eine erneute FX-Intervention seitens der BoJ laut wurden), machen sich FED und Bank of England für eine Ausweitung der lockeren Geldpolitik und möglicherweise weitere Anleihen-Käufe bereit. Auch die EZB stellt weiterhin unlimitiert Liquidität für die Banken zur Verfügung.
Somit verfolgen mittlerweile nur noch wenige "westliche" Zentralbanken, wie Kanada, Australien und Norwegen eine straffere Geldpolitik.
Insbesondere die lockere Geldpolitik der FED schürt langfristig Inflationsbefürchtungen, unterstützt den Goldpreis im Besonderen und die Rohstoffpreise im Allgemeinen und setzt den US-Dollar unter Druck.
Kommen dann noch ein paar positive Daten aus Europa hinzu, besteht weiterhin ein Umfeld, dass den Euro gegenüber US-Dollar favorisiert.
Nachdem EUR/USD in den letzten beiden Tagen mehrmals die 1,34er Marke getestet hatte und gestern schließlich in eine frühe Konsolidierungsphase eingetreten war, wurde das Währungspaar heute erneut mit der Unterstützung der positiven ifo-Daten über die 1,34er Marke geschoben und erreichte in der Spitze 1,3432. Aktuell notiert EUR/USD bei 1,3414. Sollte der Bereich um 1,3440 nachhaltig überschritten werden können, dann stehen als nächste wichtige Widerstandsmarke 1,3512 und schließlich sogar 1,3600 und hernach als übergeordnete Widerstandsmarke 1,3692 auf dem Plan. Unterstützungen ergeben sich bei 1,3350 und 1,3287.
EUR/USD (30 Minuten)
Quelle: CFX-Trader