EUR/USD: FED verstärkt den Aufwärtsdruck
Miriam Kraus in Devisen-Monitor zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 22. September 2010, 12:00 Uhr
ENL5454
Die Häuptlinge von der FED haben gestern gesprochen, zwar wenig überraschendes mitgeteilt, aber dennoch genau das bestätigt was zu erwarten war: die Chancen für eine Ausweitung der expansiven Geldpolitik stehen gut.
Die FED und ihre Angst vor dem Deflationsdruck
Wie ich am vergangenen Freitag schon schrieb, zeigt, nach der Bank of Japan (die sich allerdings gleich der Interventionspolitik hingegeben hat), nun auch die FED noch einmal ganz genau was sie will: eine schwache Eigenwährung. Schließlich würde man sich gerne (so wie das jeder will) durch den Export gesund stoßen.
Doch zur Sache: gestern wartete man gespannt auf die FED-Kommentare nach der Zinssitzung. Der Leitzins bleibt - nicht überraschend - unverändert. Außerdem, so die FED, dürfte das niedrige Zinsniveau noch eine ganze Weile Bestand haben (auch nicht überraschend).
Zudem macht sich die FED wegen des zunehmenden Deflationsdrucks Sorgen. Aus dem FOMC-Statement: "Die Inflation wird wohl noch für eine geraume Zeit gedämpft bleiben, bevor sie auf ein Level steigen kann, welches das Komitee für stimmig hält."
Oder anders ausgedrückt: die FED will ihre Inflation und die wird sie sich schon holen, in dem sie ggf. schon bald ihre bereits expansive Geldpolitik noch weiter ausweitet.
Auch weitere QE-Maßnahmen, also Anleihenkäufe sind wohl nicht unbedingt und von vornherein auszuschließen. Bislang hat die FED schon rund 300 Milliarden US-Dollar in US-Staatsanleihen und etwa 1,4 Billionen US-Dollar in Hypothekenpapiere geschoben.
Von all dem profitiert, wie nicht anders zu erwarten, neben dem Goldpreis, der schon wieder ein neues Allzeithoch erreicht hat (und den Rohstoffpreisen generell), auch der Euro, sozusagen als "Alternative".
EUR/USD der gestern noch unter 1,31 notierte, nähert sich mittlerweile sogar der 1,34er Marke und markiert bislang sein Hoch bei 1,3395. Aktuell notiert EUR/USD bei 1,3383. Sollte EUR/USD auch den Widerstand bei 1,3400 nachhaltig nach oben durchbrechen können, steht der Weg frei bis zu der nächsten Widerstandsmarke bei 1,3512 und schließlich bis in den Bereich um 1,3700. Unterstützungen ergeben sich bei 1,3350, 1,3333, 1,3265 und schließlich im Bereich um 1,3060.
EUR/USD (30 Minuten)
Quelle: CFX-Trader
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