EUR/USD: extreme Bewegungsarmut
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 10. Dezember 2009, 17:30 Uhr
Normalerweise ziehen starke Aktienmärkte den Euro (gegen den Dollar) mit nach oben. Zumindest ist dies oft in Zeiten der Wirtschaftskrise so gewesen. Heute lassen sich davon aber die Euro-Bullen nicht anstecken. Der Euro schwankt lediglich um das gestrige Tagesniveau herum, kann aber, und das ist das einzig Positive, die 1,47er-Marke verteidigen.
Auf Tagesbasis zeichnet sich - noch wird einige Stunden gehandelt - ein „Inside Day" ab. Die abnehmende Kursschwankung sowie die niedrigere Hochs und höhere Tiefs deuten auf eine baldige, größere Bewegung hin. Da ich morgen aussetze, werde ich davon nicht profitieren können. Wie Sie dabei vorgehen können: Sehen Sie im Werkzeugkasten nach!
Bei der heutigen Schwankungsarmut konnte keine meiner Trading-Ideen aufgehen. Weder das gestrige Tagestief wurde angelaufen - hier fehlten dann doch ein paar Pips zu viel -, und erst recht nicht konnte der Sprung über die drei Widerstände - 1,48, 1,4820 und die 200er-Durchschnittslinie (lila Linie) - gelingen. Bevor undurchdachte Trades umgesetzt werden, ist es so einfach besser. Sofern keine Bewegung im Markt ist, kann man nichts oder nur sehr wenig verdienen. Außerdem ist dann das Ergebnis zu sehr zufallsbedingt. Trades, die im Vorfeld eine Erfolgschance von 50% aufweisen, sollten nicht durchgeführt werden. Warum dies so ist? Eine Antwort liefert beispielsweise die Gewinn/Verlust-Matrix.
Ergebnis: kein Trade
(Nachtrag: Verlust 17 Pips aus gestrigem Long-Trade)
EUR/USD - 30-Minuten-Chart
EUR/USD: Hat der Euro um die 1,47er-Marke einen Boden gefunden, oder kann die heutige Bewegung auch als die Ruhe vor dem Sturm interpretiert werden? Zweites ist die wahrscheinlichere Variante.
Tagesfazit: Gewinne laufen lassen
Den ersten Teil der Trader-Weisheit „Gewinne laufen lassen und Verluste begrenzen" konnte ich heute nicht optimal umsetzen. Beim zweiten Dax-Trade nahm ich zu früh Gewinne und damit nahm ich mir die Chance auf höhere Gewinne. Im Nachhinein ist man immer schlauer, doch mit dem ersten Gewinn-Trade im Rücken wäre ein Nachziehen des Stopps auf den Einstiegkurs eine logische Handlung gewesen. Im Trading-Tagebuch werde ich dies vermerken.
Einen schönen Abend wünscht Ihnen
Till Kleinlein
Chefredakteur CFX Trader Kolumne
