EUR/USD: es halfen nur noch Fakten
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 12. April 2010, 08:30 Uhr
Die Finanzmärkte lieben Gerüchte, denn diese bewegen bekanntlich die Märkte. Ist jedoch der Panikmodus erst einmal aktiviert, so helfen nur noch Fakten. Der Notfallplan, auf den man sich beim EU-Gipfel kürzlich einigte, ist nun auch mit Leben gefüllt worden. Die europäische Gemeinschaftswährung macht deshalb einen steilen Satz nach oben. Der kurzfristige Abwärtstrend ist damit endgültig verlassen worden und seit dem Tief vom Donnerstag steht der Euro fast 400 Pips höher.
Rückblick
Am Freitag wurde ich schnell in den Markt eingestoppt. Die 1,34er-Marke wurde überwunden. Doch der Aufwärtsschub blieb aus und so wurde ich schließlich bei 1,3386 ausgestoppt. Nachdem sich der Euro an der 38er-Durchschnittslinie (blaue Linie) wieder fangen konnte, folgte der zweite Angriff auf die 1,34er-Marke. Diesmal übersprang die europäische Gemeinschaftswährung den Widerstand mit Leichtigkeit. Meine Position, die erneut bei 1,3408 eröffnet wurde, war sofort in der Gewinnzone. Am Nachmittag stellte sich dann lange Zeit die 1,35er-Zone in den Weg. Hier ging es nicht weiter und deshalb stellte ich die Position bei 1,3475 glatt.
Ergebnis v. Freitag: Gewinn 45 Pips
Verglichen mit letzter Woche bewegt sich der Euro nun auf Schwindel erregenden Höhen. Verglichen mit den Notierungen am Jahresende sieht das Bild jedoch ganz anders aus. Blicken Sie daher bei Ihrer Analyse immer neben den Charteinstellungen, die Sie zum traden nutzen, auch noch auf das übergeordnete Chartbild. Nur so erkennen Sie, welche Trends neben den kurzfristigen noch beachtet werden müssen. Bei 1,37 muss daher noch nicht Schluss sein mit der Erholungsrallye. Zu stark litt die Gemeinschaftswährung in den letzten Wochen unter der Euro-Vertrauenskrise. Wer stark leidet, der hat auch viel Erholungspotenzial. Sollte es dem Euro gelingen, nun auch noch die 1,37er-Marke zu überwinden, gehe ich long. Dann ist er wieder in einen Kurs-Bereich vorgedrungen, der im März bei 1,38 seinen Hochpunkt erreichte.
Nimmt die Einheitswährung nach dem fulminanten Anstieg eine kleine Auszeit, dann konzentriere ich mich auf einen Einstieg an der 1,36er-Marke oder der 38er-Durchschnittslinie (blaue Linie). Kommt es dort zu einer Kurs-Stabilisierung, gehe ich long. Verlässt der Euro diese Stellen, eröffne ich eine Short-Position. Dann ist zumindest kurzfristig schon wieder der „Einigungs-Effekt" verpufft.
EUR/USD - 30-Minuten-Chart
EUR/USD: Die Fakten zum Notfallplan für Griechenland liegen nun auf den Tisch. Die europäische Gemeinschaftswährung explodiert daraufhin.
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Wirtschaftsdaten
(darauf sollten Sie heute achten)
07:00 UBS Quartalszahlen
11:00 GB: Frühindikatoren
15:30 EWU: EZB Ausschreibung Haupt-Refi-Tender
20:00 US: Haushaltssaldo März
22:15 Alcoa (0,11) Quartalszahlen
Bei den Angaben zu den Unternehmenszahlen stehen die Analystenschätzung für einen Gewinn oder Verlust je Aktie in Klammern.
Soviel zur heutigen Vorbereitung. Jetzt gilt es die Eröffnung mit Spannung abzuwarten. Allen Lesern wünsche ich viel Glück.
Einen erfolgreichen Handelstag wünscht Ihnen
Till Kleinlein
Chefredakteur CFX Trader Kolumne
