EUR/USD erreicht 14-Monats-Hoch
Miriam Kraus in Devisen-Monitor zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 14. Oktober 2009, 12:00 Uhr
ENL5454
Die US-Währung steht durch die Bank weg weiter unter Druck. Gegenüber Euro erreichte USD heute bei 1,4913 bereits das tiefste Level seit dem 13. August 2008.
FED - weniger hawkish als erwartet
Während in der vergangenen Woche die Kommentare des FED-Vorsitzenden Ben Bernanke offenbar noch als etwas hawkisher gewertet wurden, setzt sich nun, dank der neusten Kommentare von FED-Vize Donald Kohn wieder eher ein dovisherer Ton durch.
Ich persönlich habe die Kommentare des FED-Vorsitzenden in der vergangenen Woche als weniger hawkish empfunden, als es offensichtlich der Markt getan hat. Bernanke gab lediglich zu Protokoll, dass man die Geldpolitik natürlich einmal straffen werde und im Grunde auch bestrebt sei endlich Luft aus der FED-Bilanz abzulassen - sofern, ja sofern die konjunkturelle Erholung dies zulässt. In meinen Augen, das übliche "Wenn...Dann" also! Ich zitiere noch einmal aus Devisen-Monitor vom vergangenen Freitag: Nach wie vor sieht man allerdings die Notwendigkeit dieser Maßnahmen noch nicht gegeben, oder anders: nach wie vor wird eine lockere Geldpolitik benötigt. Im Grunde versichert die FED also nur ein weiteres Mal, dass man sich der Inflationsgefahren einer lockeren Geldpolitik bewusst sei und selbstredend im entscheidenden Moment eingreifen wird - doch diesen Moment scheint noch nicht gekommen zu sein!
FED-Vize Donald Kohn hat meine Einschätzung mittlerweile vollauf bestätigt. So gab Kohn gestern in einer Rede vor Ökonomen in St.Louis deutlich dovishe Kommentare (Das Risiko einer Verlangsamung der Inflation wird die Möglichkeit steigender Preise zunächst übertreffen" - ein Kommentar, der darauf hindeutet, dass die Inflationsgefahren nach wie vor als schwach betrachtet werden und eine Zinsanhebung noch nicht zur Debatte steht) von sich und stellte unter anderem eine V-fömige Erholung in Frage.
Dies wiederum unterstützt natürlich zu einen die Risikomärkte und setzt zum anderen USD weiter unter Druck.
US-Berichtssaison gibt weiterhin Anlass zur Risikofreude
Auch die nach wie vor positiv verlaufende Berichtssaison unterstützt die Risikofreude zum einen und übt damit Druck auf die US-Währung aus. Bislang haben rund 74% der S&P -Unternehmenmit ihren Quartalsergebnissen die Erwartungen übertroffen. Eine Situation, welche an die Berichtssaison für das 2.Quartal erinnert.
EUR/USD legte seit Anfang der Woche vom Bereich um 1,47 deutlich zu und erreichte heute ein 14-Monats-Hoch bei 1,4913. Aktuell notiert EUR/USD bei 1,4898. Und die Richtung scheint weiter nach oben zu zeigen. Das nächste Ziel zum Test dürfte bei 1,4950 liegen und dann 1,5015.
Quelle: CFX-Broker
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Knaack (15.10. 2009 13:04 Uhr):
Liebe Frau Kraus, "hawkish" sheht wohl für Falke und "dovish" für Taube - bin mir nur nicht so ganz sicher. Völlig sicher bin ich mir aber darin, dass ich diese Sprachverhunzung für abscheulich und denkbar überflüssig halte. Was wollen Sie damit bezwecken? Weltläufigkeit bekunden? Oder Ihre Sprachkenntnisse vorführen? Bitte schreiben Sie weiterhin deutsch für Ihre deutschsprachige Leserschaft. Freundliche Grüße Ihr P. Knaack
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