EUR/USD erreicht 1,36
Miriam Kraus in Devisen-Monitor zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 29. September 2010, 12:00 Uhr
ENL5454
Nach wie vor besteht vor allem Abwärtsdruck auf den US-Dollar, nachdem weiterhin schwache Daten aus den USA gemeldet werden.
EUR/USD: Gestern noch anfängliche Schwierigkeiten...
Gestern belasteten zunächst erneute Sorgen in Bezug auf Irland und Spanien die europäische Gemeinschaftswährung. EUR/USD sackte daraufhin kurzzeitig auf 1,3379 im Tief ab.
Spanien allerdings hielt schnell dagegen: man habe das Haushaltsziel für dieses Jahr bereits erreicht, hieß es. Und obgleich heute erneut Sorgen in Bezug auf einen Downgrade der spanischen Kreditwürdigkeit durch Moody's aufkommen, scheint das Thema dann doch erst einmal wieder vom Tisch.
...aber dann ein rasanter Sprung ins 1,36er Level
Nach dem gestrigen Tief konnte EUR/USD dann wieder zu einem fulminanten Erholungssprung ansetzen und erreichte gestern in der Spitze schließlich noch die 1,3595. Beeindruckend: das Währungspaar hält sich weiterhin um die 1,36er Marke herum. In der Spitze notierte EUR/USD heute Morgen bei 1,3637.
Belastend für den US-Dollar wirken insbesondere die weiterhin schwachen Daten aus den USA.
Das US-Verbrauchervertrauen schwächelt. Der entsprechende Index weist für September einen Rückgang auf 48,5 Punkte, von 53,2 Punkten im Vormonat, aus. Erwartet worden war nur ein Rückgang auf 52,2 Punkte.
Der Manufacturing Index der Richmond FED weist für September sogar einen negativen Wert von - 2 aus. Nach einem Stand von 11 im Vormonat. Erwartet worden war nur ein Rückgang auf einen Wert von 5 Zählern.
Dagegen sind die Erwartungen an die FED hoch. Je schwächer die Konjunkturdaten, desto stärker die Hoffnung auf weitere QE-Maßnahmen durch die FED. Eine Hoffnung, die sogar dem US-Aktienmarkt leichte Unterstützung bieten kann, aber natürlich die US-Währung noch weiter unter Druck setzt.
Aktuell notiert EUR/USD bei 1,3608. Sorgen und Gerüchte aus Europa können zwar den Euro zwischenzeitlich immer mal wieder unter Druck setzen, doch der Abwärtsdruck auf die US-Währung dürfte, angesichts der fortschreitenden Konjunkturschwäche in den USA, stärker bleiben. Die nächsten Widerstandsmarken liegen bei 1,3640, 1,3690 und schließlich 1,3740. Unterstützung findet das Währungspaar bei 1,3560, 1,3490 und 1,3380.
Quelle: CFX-Trader
