EUR/USD: eine ganz andere Situation
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne
vom 26. Februar 2010, 08:30 Uhr
Der Euro konnte die neuerlichen Sorgen um Griechenland am Abend, als sich die Wall Street entschied, die Niederlage knapp zu halten, abschütteln. Dabei gelang sogar der Ausbruch aus dem abwärts gerichteten Trendkanal und gegenwärtig klopft der Euro bereits wieder bei der 1,36er-Marke an. Am gestrigen Morgen als ich noch vor den Handelsschirmen saß, löste sich die europäische Gemeinschaftswährung von der Unterstützungszone bei 1,3450/60. Gemäß meiner morgendlichen Analyse wollte ich aber noch den Sprung über die 1,35er-Marke abwarten, bevor ich eine Long-Positon eröffnen wollte. Dies gelang, und so war ich zu 1,3504 investiert. Doch nur kurz schnupperte der Euro (gegen den Dollar) Morgenluft, dann sackte er ab und lief wieder pips-genau an die Unterstützungszone heran. Auf dem Weg dorthin wurde ich bei 1,3486 ausgestoppt.
Heute morgen sieht die Situation ganz anders aus: Der Euro konnte gestern Abend einige Hürden nehmen. Kommt es zum Sprung über die 1,36er-Marke, so gehe ich long. Bei 1,3655/60 erwarte ich dann ernsthafte Gegenwehr der Euro-Bären. Ist diese zu stark und orientiert sich der Euro an diesem Punkt wieder nach unten, werde ich die Position schließen und eine Short-Position eröffnen. Sollte der Euro vor dieser Hürde nicht zurückschrecken, bleibe ich long investiert. Bereits bei 1,37 kommt dann aber schon die nächste Hürde auf die Bullen zu und diese baut sich dann noch höher vor ihnen auf. Hier gehe ich dann gleichermaßen vor (wie schon bei 1,3655/60).
Handelt es sich einmal mehr nur um eine kurze Phase der Stärke innerhalb des übergeordneten Abwärtstrends, lege ich mich bei 1,35 auf die Lauer. Können sich hier die Bullen wieder sortieren, kaufe ich die europäische Einheitswährung. Fangen sich die Euro-Anhänger aber erst an der Unterstützungszone bei 1,3460/50, dann eröffne ich erst dort eine Long-Position (oder wage dort einen Neueinstieg). Sofern die massive Unterstützung heute versagen sollte, zögere ich aber nicht lange und positioniere mich in Richtung Süden. Der Euro ist damit nicht nur endgültig zurück in den abwärts gerichteten Trendkanal eingetaucht, sondern wird wohl auch bald der unteren Begrenzungslinie des Kanals einen Besuch abstatten.
EUR/USD - 30-Minuten-Chart
EUR/USD: Die späte Erholung an den Aktienmärkten wirkte sich positiv auf den Euro-Kurs aus. Selbst an der 1,36er-Marke konnten die Euro-Bullen schon anklopfen.
Wirtschaftsdaten
(darauf sollten Sie heute achten)
08:00 DE: DIW Konjunkturbarometer Februar
08:00 EWU: Nfz-Neuzulassungen Januar
11:00 EU: Verbraucherpreisindex
Prognose:1.00%; vorher: 1.00%
11:00 EU: Kernteuerung
Prognose: 1.20%; vorher: 1.10%
14:30 US: BIP
Prognose: 5.60%; vorher: 5.70%
15:45 US: Chicago-Einkaufsmanager-Index
Prognose: 59.00; vorher: 61.50
15:55 US: Verbraucherstimmung Michigan
Prognose: 74.00; vorher: 73.70
16:00 US: Verkäufe bestehender Häuser
Prognose: 5.50M; vorher: 5.45M
21:00 US: Agrarpreise Februar
21:30 US: Commitment of Traders
Soviel zur heutigen Vorbereitung. Jetzt gilt es die Eröffnung mit Spannung abzuwarten. Allen Lesern wünsche ich viel Glück.
Einen erfolgreichen Handelstag wünscht Ihnen
Till Kleinlein
Chefredakteur CFX Trader Kolumne

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