EUR/USD: durchgeschüttelt
Miriam Kraus in Devisen-Monitor zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 27. Mai 2011, 12:00 Uhr
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Und wieder geht es Auf und Ab im EUR/USD - durchgeschüttelt bleibt das Währungspaar, hin und her gerissen zwischen Griechenland-Ängsten und Vertrauensbekundungen der Freunde in Fernost.
China bekundet Vertrauen
Bis auf knapp über 1,4200 konnte EUR/USD gestern steigen, nachdem bekannt wurde, dass China erneut einen Vertrauensbeweis für die Eurozone leisten will. Zeitungsberichten zufolge, wollen China und andere asiatische Investoren einen großen Teil der Anleihen aufkaufen, die vom EFSF ab Mitte Juni, zur Finanzierung des Rettungspakets für Portugal, begeben werden. Damit würden die Asiaten also nicht nur einen Großteil des Rettungspakets für Portugal finanzieren, sondern bezeugen auch, dass sie nach wie vor von der Stabilität der Eurozone und dem Gelingen der Überwindung der Schuldenkrise überzeugt sind.
Doch dann kam Juncker...
Dann allerdings trat am gestrigen Nachmittag erneut Eurogruppen-Chef Juncker in den Fokus und hatte nichts Positives zu verkünden. Juncker warnte, dass Griechenland, welches wohl kaum sein Defizit-Ziel in diesem Jahr erreichen werde, möglicherweise vom IWF fallen gelassen werden könnte. Damit stünde die für Ende Juni geplante Auszahlung der nächsten Kredittranche durch den IWF an Griechenland in Frage. In diesem Fall, so Juncker, müssten notfalls die Euroländer einspringen.
Der Markt schob EUR/USD daraufhin gestern kurzzeitig bis auf 1,4067 im Tief.
Heute allerdings kann sich das Währungspaar in den frühen Morgenstunden sogar wieder bis auf 1,4277 im Hoch erholen. Offenbar wirken im asiatisch geprägten Handel doch eher die Vertrauensbeweise nach.
Dennoch, das Währungspaar bleibt von hoher Volatilität durchgeschüttelt. Aktuell notiert EUR/USD bei 1,4232. Ich gehe davon aus, dass die breite Range zwischen 1,4000 und 1,4500 vorerst übergeordnet erhalten bleiben wird. Unterstützungen ergeben sich bei 1,4200 und 1,4097. Widerstände finden sich bei 1,4280 und 1,4341.
EUR/USD (30 Minuten)
Quelle: CFX-Broker
