EUR/USD: die Vertrauenskrise bleibt uns erhalten
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 7. April 2010, 08:30 Uhr
Angeblich will Griechenland über den EU-Notfallplan neu verhandeln. Der griechische Finanzminister hat dies zwar dementiert, doch schaden der europäischen Gemeinschaftswährung natürlich auch schon Gerüchte diesbezüglich. So entfernt sich der Euro (gegen den Dollar) mehr und mehr vom Zwischenhoch bei fast 1,36, welches am 1. April markiert wurde. Eine Vertrauenskrise lässt sich nun einmal nicht so leicht und insbesondere nicht so schnell überwinden. Der Euro notiert wieder unter der 1,34er-Marke.
Rückblick
Bereits am Morgen tauchte der Euro gestern das erste Mal unter die glatte Kurs-Marke ab. Da er sich an der Unterstützungszone einige Zeit erfolgreich gegen einen weiteren Absturz wehren konnte, ging ich gemäß meiner gestrigen Analyse bei 1,3409 long. Die Griechenland-Sorgen waren aber zu groß: Der Euro verlor seinen Kampf und musste schließlich die 1,34er-Marke den Dollar-Anhängern überlassen. Damit wurde meine Long-Position ausgestoppt (bei 1,3394) und unmittelbar danach ging ich short (zu 1,3392). Bei 1,3355 hatten dann aber die Euro-Pessimisten vorerst genug und nachdem es am Nachmittag etwas aufwärts ging, stieg ich aus (bei 1,3375). Ein paar Pips Gewinn sichern!
Gestriges Ergebnis: Gewinn 2 Pips
In der Nacht endeten die Gegenbewegungen an der 1,34er-Marke bzw. der 38er-Durchschnittslinie (blaue Linie). Im asiatisch geprägten Handel zieht es den Euro wieder etwas nach unten. Es gibt zwei Trigger-Marken, an denen ich Trade-Aktivitäten vornehme. An der 1,34er-Marke, werde ich long gehen, sofern diese Kurs-Marke souverän genommen wird - da reichen ein oder zwei Pips aber nicht aus. Scheitert die europäische Einheitswährung erneut an der runden Marke, eröffne ich eine Short-Position. Da diese in Trendrichtung eingenommen werden würde, ist dies auch mein bevorzugter Einstieg. Im Falle eines Long-Einstiegs passe ich daher meine Positionsgröße nach unten an, damit das Wohlfühlgefühl beim Traden nicht zu sehr darunter leidet.
Das gestrige Tief eignet sich ebenfalls für Einstiege. Kann sich hier erneut der Euro stabilisieren, gehe ich vorsichtig long. Gibt es aber diesmal keinen Halt, nehme ich das bärische Signal auf und verkaufe die europäische Gemeinschaftswährung. Mindestziel ist dann die 1,33er-Marke.
EUR/USD - 30-Minuten-Chart
EUR/USD: Gestern wurde der Euro in den dunklen Keller geschickt. Damit er wieder Tageslicht zu Gesicht bekommt, muss er baldmöglichst die 1,34er-Marke zurückerobern.
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Wirtschaftsdaten
(darauf sollten Sie heute achten)
09:55 EU: Deutscher Dienstleistung-Einkaufsmanager-Index
Prognose: 54.70; vorher: 54.70
10:00 EU: Dienstleistungs-Einkaufsmanager-Index
Prognose: 53.70; vorher: 53.70
11:00 EU: BIP
Prognose: 0.10%; vorher: 0.10%
11:00 EU: Erzeugerpreisindex
Prognose: 0.20%; vorher: 0.70%
13:00 US: MBA Hypotheken-Anträge
Vorher: 1.30%
16:30 US: Erdöllagerbestand
Vorher: 2.90M
19:30 US: Fed -Chef Bernanke spricht
21:00 US: Verbraucherkredit
Prognose: 1.50B; vorher: 5.00B
Soviel zur heutigen Vorbereitung. Jetzt gilt es die Eröffnung mit Spannung abzuwarten. Allen Lesern wünsche ich viel Glück.
Einen erfolgreichen Handelstag wünscht Ihnen
Till Kleinlein
Chefredakteur CFX Trader Kolumne
