EUR/USD: die Vertrauenskrise bleibt
Till Kleinlein in Devisen-Monitor zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 29. März 2010, 12:00 Uhr
ENL5462
Die Einigung beim EU-Gipfel bezüglich der Griechenland-Hilfe hat für eine schöne Gegenbewegung der europäischen Gemeinschaftswährung geführt. Die Euro-Anhänger nutzen es natürlich weidlich aus, dass ausnahmsweise die Nachrichtenlage auf ihrer Seite war. Selbst die 1,35er-Marke, wenn auch nicht gerade lange, wurde überwunden. Mittlerweile hat sich der Euro (gegen den Dollar) wieder unter der Kurs-Zone um 1,3455/50 eingefunden, exakt an beiden exponentiellen, gleitenden Durchschnitten, die ich in meine Chartbilder einarbeite. Erst am Freitag wurden nach langer Zeit wieder sowohl der 38er- als auch die 200er-Durchschnittslinie nach oben durchbrochen.
Politische Einigung hin oder her: Das Vertrauen in den Euro hat in jüngster Zeit stark gelitten und eine Ausweitung der Krise auf andere EU-Staaten ist nicht gebannt worden. Die 1,34er-Marke sollte von den Euro-Anhängern „gehalten" werden. Rutscht er unter diese runde Kurs-Marke und verlässt er damit bereits wieder die erwähnten gleitenden Durchschnitte, ist die Erholungsbewegung schon wieder beendet. Ich gehe dann short. Kommt die europäische Gemeinschaftswährung jedoch wieder nachhaltig über die Widerstandszone bei 1,3450/55, eröffne ich eine Long-Position. Bei 1,35 zeigt sich dann, ob eine stärkere und nachhaltigere Gegenbewegung möglich ist. Knickt der Euro wieder ein, stelle ich die Position glatt und gehe anschließend short. Das gleiche Prozedere gilt auch eine Stufe höher bei 1,3569.
EUR/USD - 30-Minuten-Chart
EUR/USD: Das Ergebnis des EU-Gipfels in der Griechenland-Frage hat dem Euro wieder auf die Beine geholfen. Doch kann das lange anhalten?
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Till Kleinlein
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