EUR/USD: die Stimmung bleibt anfällig!
Miriam Kraus in Devisen-Monitor zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 7. Juli 2010, 12:00 Uhr
ENL5454
Auch wenn die US-Börsen gestern noch leicht im Plus schließen konnten - es sollte dennoch nichts darüber hinweg täuschen, dass die Stimmung kränklich und anfällig für Schwäche bleibt.
Krugman und der ISM-Index
Die Sorgen in Bezug auf die Stärke oder Nachhaltigkeit der weltwirtschaftlichen Erholung lassen nicht nach. Und dann treten auch immer wieder Daten auf, die darauf hinweisen, dass die Erholung langsam zu stocken beginnt.
Gestern konnten die schwachen Daten des US-ISM-Index dem Euro schon über die 1,26er Marke verhelfen, gegenüber dem US-Dollar. Der Index für den Dienstleistungssektor ist im Juni von 55,4 Punkten im Vormonat auf 53,8 Punkte gefallen. Ein enttäuschendes Ergebnis, denn erwartet worden war nur ein leichter Rückgang auf 55 Punkte.
Und dann auch noch Nobelpreisträger Krugman, der für die US-Wirtschaft ein langes Siechtum voraus sieht, wenn eine zweite Rezession abgewendet werden soll.
Auch schwache australische Daten vom Bausektor heben die Stimmung nicht gerade und die Erwartungen bezüglich der anstehenden deutschen Auftragseingänge sind ebenfalls nicht rosig.
Griechenland auf gutem Weg?
Dagegen gab es nur positive Kommentare von Seiten der Europäischen Kommission, die versichert, dass Griechenland auf einem guten Weg sei, ohne weitere starke Maßnahmen, die Ziele zu erreichen. Hoffentlich...
EUR/USD schwang sich jedenfalls gestern bis auf über 1,26 auf (1,2663 in der Spitze), notiert aber aktuell schon wieder unter der Marke bei 1,2571. Wenn die Stimmung schwach, also unterstützend bleibt und sich die nächste griechische Bond-Emission als erfolgreich erweist, dann dürften die nächsten Widerstandsmarken bei 1,2672/75 und hernach sogar im Bereich um 1,2740 in Angriff genommen werden können. Schließlich wäre dann das weitere Ziel im Bereich um 1,2800 zu suchen. Unterstützungen finden sich im Bereich um 1,2540 und hernach 1,2485 und 1,2348.
Quelle: CFX-Trader
