EUR/USD: der Euro düst im Sauseschritt gen Norden
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 14. Oktober 2010, 08:30 Uhr
Es liegt sicherlich nicht an der Stärke des Euro, eher an der Schwäche des Dollar und den Bestrebungen der amerikanischen Notenbank, dass es im Sauseschritt weiter aufwärts geht. Und ich düse, düse, düse im Sauseschritt ... doch wohin eigentlich? Den Song von CODO aus den Hochzeiten der Neuen Deutschen Welle kennt kaum noch einer, und auch der Euro wurde vor Monaten schon tot geredet, doch siehe da, nun hat er sich der 1,41er-Marke angenähert. In den letzten acht Monaten notierte die europäische Gemeinschaftswährung nicht höher!
Ich hatte gestern einen Trade angebracht, als der erste Kontakt mit der 1,40er-Marke scheiterte. Danach konzentrierte ich mich auf meine Dax-Trades, da diese derzeit einfach besser laufen und der Euro - wie schon mehrfach geschrieben - gegenwärtig zu stark manipuliert wird.
Gestriges Ergebnis: Gewinn 12 Pips
EUR/USD - 30-Minuten-Chart - CFX Trader
EUR/USD: Der Euro kann derzeit einfach nicht anders als nach oben zu laufen.
Auch die gute Stimmung am Aktienmarkt sorgt dafür, dass beim Euro die besseren Chancen auf der Long-Seite zu suchen sind. Gestern hatte ich bei einem Überwinden der Hürde bei 1,4030 einen Durchmarsch bis 1,41 angekündigt. Viel fehlte heute morgen nicht, dann wäre dieses Szenario bereits aufgegangen. Aber auch mit einem Bruch des Widerstands bei 1,41, der zu einem Long-Einstieg führt, ist der Weg zur nächsten runden Kurs-Marke fast frei. Bei 1,4140 und 1,4180 warten eher schwächere Widerstände auf die Euro-Bullen. Bei 1,42, einem Zwischenhoch vom Januar, nehme ich dann Gewinne mit - falls nicht schon vorher passiert - und gehe short, sobald die Bullen mit dem Erreichen dieses Ziels eine verdiente Ruhephase beginnen. Diese wäre nach dem letzten steilen Anstieg bitter nötig und ist längst überfällig. Doch solange ein Trend intakt ist, sollte man sich nicht krampfhaft dagegen stellen. Das geht meistens daneben und kostet viel Geld. Kleine Gegenbewegungen, die es bei jedem Anstieg gibt, kann man aber traden. Die Vorgaben an die Verlustbegrenzung und die Positionsgröße sollten dann aber andere sein.
Unterhalb der aktuellen Notierung gehe ich long, sofern sich der Euro bei 1,4030 oder 1,40 wieder nach oben bewegt. Werden diese Unterstützungen nach unten durchbrochen, eröffne ich Short-Positionen. Im Fall der 1,40er-Marke würde damit auch die kurzfristige Aufwärtstrendlinie geschnitten werden, was das Short-Signal noch verstärkt.
Wirtschaftsdaten
(darauf sollten Sie heute achten)
10:00 EWU: Monatsbericht der EZB
11:00 DE: Herbstgutachten führender Wirtschaftsforschungsinstitute
14:30 US: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in Tsd.
Prognose: 450; zuletzt: 445
14:30 US: Erzeugerpreisindex September m/m
Prognose: 0.2; zuletzt: 0.4
14:30 US: Handelsbilanz August in Mrd. $
Prognose: -43.4; zuletzt: -42.8
16:35 US: EIA Erdgasbericht
17:00 US: Wöchentliche Ankündigung 3- und 6-monatiger Bills
22:00 Google Quartalszahlen (6,68)
22:15 AMD Quartalszahlen (0,06)
22:30 US: Wochenausweis Geldmenge
Bei den Angaben zu den Unternehmenszahlen stehen die Analystenschätzung für einen Gewinn oder Verlust je Aktie in Klammern.
Soviel zur heutigen Vorbereitung. Jetzt gilt es die Eröffnung mit Spannung abzuwarten. Allen Lesern wünsche ich viel Glück.
Einen erfolgreichen Handelstag wünscht Ihnen
Till Kleinlein
Chefredakteur CFX Trader Kolumne
