EUR/USD: der Euro befindet sich in der Schmollecke
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne
vom 18. August 2010, 08:30 Uhr
Nach zwei verlustreichen Trades hatte ich gestern die Segel gestrichen. Es gibt so Tage, da fehlt einem das berühmte Fingerspitzengefühl. Sobald man dies erkannt hat, sollte man dann das Traden einstellen. So grenzt man das Risiko ein, eine Verlustserie hinzulegen und/oder waghalsige Trades einzugehen, nur um sich das Gegenteil zu beweisen - nach dem Motto „das gibt es ja gar nicht, jetzt erst recht".
Der Euro hatte gestern mehrere Anstürme auf die 1,29er-Marke unternommen. Davon war der erste auch kurzfristig erfolgreich, doch es zeigt sich, dass es kein leichtes Unterfangen ist, die runde Kurs-Marke nachhaltig zu überwinden. Mittlerweile haben sich die Euro-Bullen enttäuscht zurückgezogen und damit den kurzfristigen Aufwärtstrend nach unten verlassen. Aktuell ruht sich die europäische Gemeinschaftswährung in der Schmollecke, der Unterstützungszone bei 1,2840/30 aus und überlegt, wohin die Reise nun gehen wird. Ein Verhalten, was ich von meinen Töchtern nur zu gut kenne! Entweder ist bald wieder alles in Ordnung und der Euro strebt wieder nach oben, oder es erwächst sich daraus ein andauerndes Problem und die Euro-Pessimisten melden sich zu Wort. Sobald die 38er-Durchschnittslinie (blaue Linie) von unten nach oben durchbrochen wird, gehe ich long. Dann erwarte ich den nächsten Angriff auf die 1,29er-Marke. Erneutes Scheitern lässt mich Gewinne mitnehmen - und einen Short-Einstieg wagen -, während ein Bruch des Widerstands mein Kurs-Ziel auf 1,2927 anheben lässt.
Wird die Schmollecke bei 1,2840/30 deutlich nach unten verlassen, eröffne ich eine Short-Position. Dann entscheidet sich bei 1,28, ob ich an der Position festhalte, oder aber die Position drehe. Ich nehme also Gewinne mit und kaufe anschließend den Euro, wenn sich die Bären ausgetobt haben. Investiert bleibe ich hingegen, wenn es zu keiner nennenswerten Gegenwehr an der runden Kurs-Marke kommt. Dann ist das letzte signifikante Tief bei 1,2731 der nächste Anlaufpunkt.
Gestriges Ergebnis: Verlust 34 Pips
EUR/USD - 30-Minuten-Chart
EUR/USD: Die 1,29er-Marke ist nur schwer zu knacken!
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Soviel zur heutigen Vorbereitung. Jetzt gilt es die Eröffnung mit Spannung abzuwarten. Allen Lesern wünsche ich viel Glück.
Einen erfolgreichen Handelstag wünscht Ihnen
Till Kleinlein
Chefredakteur CFX Trader Kolumne

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