EUR/USD: Abwärtstrend noch intakt. Wie jetzt weiter?
Miriam Kraus in Devisen-Monitor zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 31. März 2010, 12:00 Uhr
ENL5454
Nachdem EUR/USD es gestern erneut nicht vermocht hatte seinen, seit Ende letzten Jahres bestehenden, Abwärtstrend zu durchbrechen, schließlich über 100 Pips abgab und heute morgen im Tief sogar zwischenzeitlich bei 1,3383 handelte, hat das Währungspaar mittlerweile erfolgreich die Widerstandszone um 1,3443/45 überschritten.
Belastend für die europäische Einheitswährung wirkten unter anderem positive Konjunkturdaten aus den USA und der enttäuschende Anleihenverkauf Griechenlands.
US-Daten
In den USA ist der Index für das US-Verbrauchervertrauen von 46,4 Punkten im Vormonat auf 52,2 Punkte im März gestiegen. Erwartet worden war ein Wert von 50 Punkten. Auch der S&P/Case Shiller Hauspreisindex ist im Januar saisonbereinigt um 0,32% gegenüber dem Vormonat gestiegen. Erwartet wurde ein Rückgang um 0,2%.
Griechenland enttäuscht
Griechenland hat einen deutlichen Rückschlag erlitten. Gestern kündigte Griechenland überraschend an, eine im Jahr 2002 begebene Anleihe (Kupon 5,9% Fälligkeit 2022) um bis zu 1 Milliarde Euro aufstocken zu wollen. Doch das Ergebnis war mehr als enttäuschend: Griechenland schaffte es lediglich Papiere im Wert von 390 Millionen Euro zu verkaufen. Damit hat sich das Land nun zwar gerade noch über den April gerettet, doch bis Ende Mai müssen weitere 11,6 Milliarden Euro aufgenommen werden.
Die Enttäuschung beim Anleihenverkauf sorgte folgerichtig gestern auch sogleich für einen weiteren Anstieg der Renditen. Auch die Prämien für Kreditausfallversicherungen (CDS) auf griechische Anleihen sind erneut gestiegen. Die Prämie für die Absicherung von 5-jährigen Anleihen erhöhte sich um 20 Punkte auf 336 Punkte.
EUR/USD konnte sich mittlerweile von seinem Tief heute morgen wieder erholen und notiert aktuell bei 1,3466. Allerdings bleibt der Abwärtstrend (seit Ende letzten Jahres) bestehen so lange die Zone bei 1,3541/50 nicht nachhaltig überschritten werden kann. Die nächsten Widerstände ergeben sich bei 1,3495/3500 und 1,3520/30. Unterstützungen ergeben sich im Bereich um 1,3433/45 und im Bereich um 1,3400/05. Ein Unterschreiten der 1,3372 könnte einen weiteren deutlichen Rückgang nach sich ziehen bis in den Bereich um 1,3309, wo der langfristige Aufwärtstrend gefährdet ist.
Quelle: CFX-Trader
