EUR/USD: Ab und Auf!
Miriam Kraus in Devisen-Monitor zum Thema Devisen & Devisenhandel
vom 13. Mai 2011, 12:00 Uhr
ENL5454
Und immer noch geht es Hin und Her im Währungspaar EUR/USD - und nicht nur dort. Hin und Her gerissen zwischen Risikobewusstsein und Risikofreude, zwischen schwachen und positiven Konjunkturdaten und Griechenland und der EZB.
Gestern Enttäuschung...
Der Euro steht unter Druck. Die Sorgen um Griechenland und generell die europäische Schuldenlandperipherie und das gleichzeitige Unvermögen der europäischen Politiker schnelle Lösungen zu bieten, aber auch die nicht übermäßig hawkishe EZB-Haltung nach der letzten Sitzung üben Druck auf die Einheitswährung aus.
Gestern kamen dann noch enttäuschende Daten zur Eurozonen-Industrieproduktion hinzu und EUR/USD wurde im Tief bis auf 1,4122 gedrückt.
Heute schon wieder Aufhellung...
Heute dagegen können die Konjunkturdaten aus Deutschland und Frankreich wieder für ein wenig Unterstützung gegenüber der Einheitswährung sorgen. Deutschland meldet für das 1.Quartal ein BIP-Wachstum von 1,5% - ein deutlich stärkeres Wirtschaftswachstum als zuvor bei 0,9% erwartet. Auch Frankreich zeigt sich stark und meldet für das 1.Quartal ein Wachstum von 1% - erwartet worden war nur ein BIP-Wachstum von 0,6%.
Positiv überraschende Daten aus Europas stärksten Volkswirtschaften bieten aber nicht nur Grund für ein bisschen mehr Vertrauen, sondern unterstützen ebenso auch wieder die Erwartungen an die EZB, hinsichtlich weiterer Zinsanhebungen.
So notierte EUR/USD heute im Hoch bei 1,4338 und aktuell bei 1,4282. Noch kämpft das Währungspaar mit der Marke um 1,4300. Sollte diese schließlich nachhaltig nach oben genommen werden können und der Widerstandsbereich um 1,4340-65 durchbrochen werden können, bestünde weiteres Potenzial in Richtung der 1,4410. Doch erst ein Bruch dieser Marke und ein Aufholen in Richtung der 1,4470 würde den aktuellen Abwärtstrend tatsächlich in Frage stellen. Unterstützungen ergeben sich bei 1,4220-00, 1,4160 und schließlich 1,4095.
EUR/USD (2 Stunden)
Quelle: CFX-Trader
