Europäische Fehleinschätzungen
J. Christoph Amberger in Baltimore in Traders Daily
vom 4. März 2010, 12:00 Uhr
ENL5462
Angst ist ein in der deutschen Journaille überstrapazierter Begriff, mit dem man den Durchschnittsamerikaner zum emotionalen (daher vom "rationalen" Europäer nicht ernstzunehmenden) Nervenbündel reduzieren möchte.
Osama ist verhasst, aber in der Primitivität seines Hasses, seines Weltbilds und nicht zuletzt seiner derzeitigen Lebensumstände eher eine makabre Witzfigur als ein Buhmann. Zu behaupten, dass eines seiner erbärmlichen Videos in Amerika Furcht auslösen würde, sei's drei Tage vor der Wahl oder drei Tage drauf, heißt seinen Kopf entweder tief im Sand zu haben... oder dort "where the sun don't shine."
Zu Zeiten der Bush-Administration schulmeisterte mich ein neunmalkluger Trader´s Daily-Leser, dass diese Regieruung in Deutschland als "rechtsradikal" gelten würde. Was mich unbeeindruckt ließ, galt doch auch David Hasselhoff in Deutschland lange Zeit als Rockidol und Durs Grünbein als begnadeter Poet.
Diese Einschätzung belegt jedoch, wie wenig eigentlich Europa mit dem eigentlichen Charakter Amerikas vertraut ist. In Ermangelung der süßen Illusion des Wohlfahrtsstaates und des sozialen Netzes ist Amerika auf jeder Ebene konservativer als Europa... egal ob „Democrat" oder „Republican", schwarz oder weiß, Talarwanze oder Freidenker.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Gerhard Pfeiffer (04.03. 2010 14:45 Uhr):
Werter Herr Amberger, wenn die Sprache Ihres Beitrages auch ziemlich schnoddrig ist, so gebe ich Ihnen völlig recht. Wir hier, insbesondere in Deutschland und Österreich, sind bereits geistig derart links unterwandert, dass wir garnicht mehr bemerken, dass das, was für uns schon selbstverständlich ist, von den Kommunisten des vorigen Jahrhunderts nicht einmal erträumt wurde. Leistung wird nicht belohnt und ist auch kein Herzeigegut. Das wird sich sicherlich noch rächen. Da ist Amerika wirklich anders, wenn auch dort nicht alles Gold ist, was glänzt.
Antworten - Kommentar von Alex Kronert (08.03. 2010 14:21 Uhr):
......... sehr schoen dass wir mit dem Wahlamerikaner Christoph Amberger jemanden haben, der mit dem \"eigentlichen Charakter Amerikas\" bestens vertraut ist und damit die neunmalklugen Trader\'s Daily Leser regelmaessig beeindruckt. Die Angstfreiheit Amerikas dokumentiert sich insbesondere in der Existenz eines Heimatschutz-Ministeriums und in voellig ueberzogenen zivilen Schutzvorkehrungen fuer die US-Garnisonen im angstgeplagten Europa.
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