Euromicron: Sehr solide!
Klaus Buhl in Nebenwerte Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 24. August 2009, 17:00 Uhr
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Für mich ist es sehr wichtig, vor einem Engagement in einen Einzeltitel stets den Sektor zu überprüfen, denn ca. 80 % des Risikos liegen außerhalb der Aktie in die man investiert. Nur 20 % der Risiken liegen in der entsprechenden Firma, aber 80 % im breiten Markt und im Branchensektor.
Ein interessanter Wert innerhalb eines gesunden" Industriesektors ist die Euromicron AG, die sich selber als einen der führenden Hersteller für Sicherheitsnetzwerke und Glasfasertechnologie bezeichnet. Euromicron ist ein Lösungsanbieter für Kommunikationssysteme und Sicherheitsnetzwerke mit Herstellerkompetenz in der Glasfasertechnologie. Das Unternehmen entwickelt, implementiert und wartet Netzwerke auf Glasfaser-, Kupfer- und drahtloser Basis. Zudem fertigt es aktive Netzwerkkomponenten, Steckverbindungen und Anschlusstechnik für Lichtwellenleiternetze, fertig konfektionierte Lichtwellenkabel wie auch Montage- und Messgeräte. Diese sind integrierte Bestandteile von WAN- und LAN-Netzen zur Datenkommunikation von Rechenzentren sowie der Medizin- und Sicherheitstechnik. Die Firma betreibt mit 900 Mitarbeitern ein flächendeckendes Niederlassungsnetz in Deutschland, ist aber auch im europäischen Ausland präsent.
Stabile Zahlen und hoher Auftragsbestand
Einen guten Eindruck machten die kürzlich veröffentlichten Quartalszahlen von Euromicron. Gegenüber dem zweiten Quartal des Jahres 2008 wurde der Umsatz um 27 % auf 48 Mio. Euro gesteigert. Der Großteil dieser Umsatzsteigerung entfiel zwar auf die im Juni 2008 erfolgten Akquisitionen. Das EBIT stieg erfreulicherweise stark überproportional um 139% auf 3,5 Mio. Euro bei einer EBIT-Marge von 8 % gemessen an der Gesamtleistung. Die operative Marge der Konzerngesellschaften hat sich im ersten Halbjahr 2009 auf 11 % verbessert. Insbesondere der Ausbau der Hochgeschwindigkeitsnetze sei ungeachtet der makroökonomischen Probleme vorangeschritten. Auch der wachsende Markt der Sicherheits-, Überwachungs- und Alarmnetze zeigte sich nicht sehr stark krisenanfällig. Der Auftragsbestand stieg auf 88 Mio. Euro, bzw. um 31 0% gegenüber dem Vorquartal an.
Sehr hohe Ausschüttung
Die solide Finanzierungskraft und den positiven freien Cash-Flow von Euromicron erkennen Sie aber auch an der hohen Dividende. Auf der letzten Hauptversammlung wurde nämlich trotz Krise" beschlossen, die Ausschüttung von 0,80 auf einen Euro zu erhöhen.
Dies macht mich optimistisch, dass das von vielen als kaum realisierbar bezeichnete Ziel eines Gewinns von 2 Euro pro Aktie doch noch erreichbar ist. Vorausgesetzt die aktuelle Dividende würde auch im kommenden Jahr ausgezahlt, würden jetzige Käufer eine Dividendenrendite von 6,5 % einstreichen. Charttechnisch ist die Aktie interessant, da sie nach einer mehrwöchigen gesunden Konsolidierung demnächst ihr bisheriges Jahrshoch bei 14,55 Euro erreicht. Würde sie dieses überwinden, würde sich die Kursbewegung beschleunigen und in den Bereich von 17,5 Euro führen.
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Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen und nicht zu heißen Start in die neue Woche!
Herzliche Grüße
Ihr Klaus Buhl