Euro
Henrik Voigt in DAX Daily
vom 17. Januar 2011, 08:30 Uhr
ENL5454
der Euro pendelt schon seit über einem Jahr in einer Spanne zwischen 1,20 und 1,40 zum US-Dollar. Aktuell befindet er sich ziemlich genau in der Mitte dieser Spanne. Die dabei auftretenden Bewegungen sind teilweise sehr heftig. In der vergangenen Woche kam es beispielweise zu einem Zugewinn von 5 Prozent. Das sind Welten für ein Devisenpaar. Hier hatte wohl der Griff in die Geldbörse der portugiesischen Rentner kurzfristig für Partylaune am Devisenmarkt gesorgt (Märkte haben keine Moral). Aber wo geht es hin?
Euroindex im Tageschart
Nach dem Bruch des mehrmonatigen Aufwärtstrends im vergangenen November sah es zunächst nach einem raschen Rückfall in Richtung 1,20 aus. Der Euro hielt sich aber überraschend stabil in dem schwarzen Trendkanal (siehe Chart) direkt unter der gebrochenen Aufwärtstrendlinie. Aus diesem schwarzen Kanal heraus startete am Freitag ein Ausbruchsversuch nach oben. Sollte dieser in der gerade begonnenen Woche mit Schlusskuren über 1,34 fortgeführt werden, dürfte die angeschlagene Währung vor einer deutlichen Aufwertung in Richtung 1,42 oder höher stehen.
Für den Aktien- und Rohstoffmarkt würde dies kräftigen Rückenwind bedeuten. Ein stärkerer Euro heißt, dass umgekehrt der Dollar abwertet, was entsprechend einer langjährigen Korrelation häufig die inflationären Tendenzen an den Aktien- und Rohstoffmärkten begünstigt (auf deutsch: die Kurse steigen). Wir haben derzeit an diesen Märkten eine charttechnisch günstige Ausgangslage für weiter steigende Kurse, die zusätzlich von einer vielversprechenden Ausgangslage am Devisenmarkt unterstützt wird. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sich die günstige Ausgangslage auch tatsächlich in steigenden Aktienkursen und Rohstoffpreisen materialisiert.
Bei charttechnischen Analysen für den DAX in meinem Börsendienst DAX Profits schaue ich mir häufig die Intermarketlage an, bevor ich Prognosen für den Aktienmarkt treffe. Das erhöht die Trefferquote der Analysen ungemein.
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