EURO - US-Dollar
Andreas Wolf in Investors Daily Update
vom 1. April 2009, 10:30 Uhr
Liebe Leser,
die erste Aufregung um die unkonventionellen Maßnahmen der US-Notenbank zur Belebung der heimischen Wirtschaft hat sich mittlerweile wieder gelegt. Infolge der Ankündigung, weitere rund 1,5 Billionen US-Dollar zum Ankauf von langlaufenden Staats- und Unternehmensanleihen in die Hand zu nehmen, wertete der Euro gegenüber dem US-Dollar um mehr als 5 Prozent auf.
Dieser Zugewinn wurde wegen schlechter Konjunkturnachrichten aus Europa, Zweifel über die Liquiditätssituation einiger europäischer Staaten und Treueschwüre des US-Präsidenten für seine Währung zur Hälfte wieder abgeschmolzen.
Im Hinblick auf den in dieser Woche stattfindenden G-20-Gipfel in London, die EZB-Sitzung zur Leitzinsentscheidung und den US-Arbeitsmarktdaten für den März am Freitag dürften die Schwankungen in dem Währungspaar wieder deutlich zunehmen. Allerdings dürften sowohl die Gipfelergebnisse als auch die anderen beschriebenen Nachrichten den US-Dollar-Bullen den Wind ganz schnell wieder aus den Segeln nehmen. Noch ist ihre Zeit nicht reif, ganz im Gegenteil, im Abwertungswettlauf trägt der Euro zunächst die Hauptlast. Hier geht's weiter: Dollarschwäche