Euro-Snobs in Baltimore
Investors Daily
vom 03. Juni 2004 18:00 Uhr
ENL5454
*** Addison ist in Baltimore. Und ich bin es auch.
"Wie ist es in Baltimore", hat mich ein Kollege aus Paris gefragt. Amerikaner aus Frankreich sind zu Euro-Snobs geworden; wenn sie in die USA zurückkehren, dann finden sie, dass nichts gut genug ist. Das Leben in den USA ist einfacher, aber nicht so schön. Die Leute in den USA nehmen die Politik und ihre Mahlzeiten nicht ernst genug.
Ich schrieb meinem Kollegen: "Die Umstellung war einfach. Ich habe hier ja schließlich einmal gelebt. Aber es war fast zu einfach, zurückzukehren. Es war ein bisschen so wie das Anziehen von einem alten Paar Socken."
*** Amerikas Imperium mag sich auf dem absteigenden Ast befinden ... aber das bedeutet nicht, dass wir Amerikaner nicht eine gute Zeit haben könnten. Wenn auch nicht in unserem Heimatland selbst. Aber Tyler Brule listet in der Financial Times die zum Leben besten Städte der Welt auf. Keine befindet sich in Nordamerika: Sydney, London, Barcelona, Kopenhagen, Melbourne, Stockholm, Beirut, Zürich, Sao Paulo und Paris.
*** Vergessen Sie das Nachdenken über Imperien ... und machen Sie sich lieber Sorgen darüber, dass Sie genug zu Essen haben. Das sagt Merryn Somerset-Webb in der MoneyWeek. Aktuell tritt China mit dem Westen in Konkurrenz, um Arbeit und Ressourcen. So ist z.B. der Ölpreis ja auf über 40 Dollar je Barrel gestiegen. Und bald werden auch die mehr als eine Milliarde Chinesen mehr Nahrungsmittel wollen. Die Preise für Nahrungsmittel werden dann steigen, so Somerset-Webb. Vielleicht sollte man Ackerland kaufen?